Projekt "Erinnerungszeichen"

NMS & PTS Zurndorf übernimmt die Patenschaft für den jüdischen Friedhof in Gattendorf Ein Projekt der Kulturabteilung des Landes Burgenland, Landesschulrat Burgenland und "erinnern.at"

Ein Bericht der NMS und PTS Zurndorf:

Mit dem Schuljahr 2009/10 starteten die 4. Klasse der Hauptschule Zurndorf und die PTS-Klasse das Projekt „Erinnerungszeichen“. Ziel dieses Projektes war es, das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für die zum Großteil verloren gegangene jüdische Kultur zu schärfen. Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit dem burgenländischen Landesschulrat und Herrn Mag. Dr. Herbert Brettl, von „erinnen.at“, statt.

 

Mag. Dr. Herbert Brettl sowie Dr. Klaus Derks aus Gattendorf erzählten den Schülerinnen und Schülern auf sehr eindrucksvolle Art und Weise von einigen jüdischen Familien und deren Schicksal, das sie vor und während des Zweiten Weltkrieges ereilt hatte. Tradition und Kultur der ehemaligen burgenländischen Gemeinden, die jüdische Geschichte bis in die Gegenwart, der Holocaust, die Judenverfolgungen sowie die Bedeutung der jüdischen Friedhöfe in der näheren Umgebung waren die zentralen Themen ihrer Referate.

 

In einer zweiten Phase des Projektes arbeiteten die Schülerinnen und Schüler als symbolische Geste bei Pflege- und Wartungsarbeiten am Gattendorfer Judenfriedhof mit. Aufgrund des schlechten Wetters musste zwar der Termin kurzfristig verschoben werden, konnte aber am 28. Mai 2010 erfolgreich in die Tat umgesetzt werden.

 

Zusätzlich zu den Pflege- und Wartungsarbeiten haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Herrn FL Kirnbauer Christian eine Gedenktafel entworfen, die am Freitag, dem 11. Juni 2010, von den Schülern der PTS Zurndorf direkt am Eingangstor des jüdischen Friedhofes angebracht wurde. Diesem symbolischen Akt, der die Patenschaft mit dem Gattendorfer Judenfriedhof besiegelt hatte, wohnten einige Ehrengäste bei, darunter der Bürgermeister aus Gattendorf, Herr Ing. Franz Vihanek, Schulrat a. D. Reinhard Kirchmayer, Dr. Klaus Derks sowie die Direktorin der NMS Zurndorf, Frau Luise Maar.

 

Die Abschlussveranstaltung zu diesem Projekt bildete die heutige Lehrfahrt nach Eisenstadt. Dabei stand eine Führung durch das jüdische Museum, eine Besichtigung der beiden jüdischen Friedhöfe sowie des burgenländischen Landesarchives auf dem Programm.

 

Dabei fand im Landesmuseum Eisenstadt eine Ehrung für die engagierte Arbeit mit Kindern und die Bemühungen im Bereich der Bewusstseinsarbeit zu Themen der burgenländischen Kultur und der Aufarbeitung der Geschichte von Verfolgung und Ermordung jüdischer Burgenländer im Rahmen des Projektes „Erinnerungszeichen“ statt. Ausgezeichnet wurden neben Frau Direktorin Luise Maar auch die beiden Hauptinitiatoren der NMS Zurndorf, Frau Flin Lydia Zsifkovits sowie Herr FL Christian Kirnbauer, die beide von einem überaus gelungenen und erfolgreichen Projekt sprachen.

 

Ein fast zweiminütiger Beitrag in der Sendung „Burgenland Heute“ vom 16.06.2010 rundete das tolle Projekt ab.

 

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