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Feindbilder. Konstruktionen

Symposium Ort: Oberwart - Rathaus Anmeldung: 0 33 52/ 34 525 oder 0 26 82/ 61 363 Feindbilder sind sozial vermittelte Deutungsmuster für gesellschaftliches und politisches Geschehen und negative Vorurteile, die sich auf Gruppen, Völker (Ethnien), Staaten oder Ideologien beziehen.
24.03.2012  |  13:00  -  18:00   |  

                                                                                               

Feindbilder sind sozial vermittelte Deutungsmuster für gesellschaftliches und politisches Geschehen und negative Vorurteile, die sich auf Gruppen, Völker (Ethnien), Staaten oder Ideologien beziehen. Politisches Bewusstsein und Handeln werden immer wieder von den Kategorien ´Freund´ und ´Feind´ beeinflusst. Feindbilder sind Konstruktionen, die den jeweiligen Ansprüchen angepasst werden. Einmal sind es die ´Juden´, die ´Zigeuner´, die ´Ausländer´, die ´Kommunisten´, dann die ´Muslimen´, die ´Türken´, der ´Islam´. Typisch für ein Feinbild ist, dass im Anderen bzw. Fremden das Böse gesehen wird und diesem negativen Fremdbild ein positives Selbstbild bzw. Freundbild gegenüber gestellt wird. Vorurteile und Feinbilder sind in unserer Gesellschaft allgegenwärtig, auch wenn sie nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar sind. Sie entstehen in einem Versuch, unserer Umwelt zu kategorisieren und uns in ihr zurecht zu finden, indem sie deren Komplexität vereinfachen. Gerade in Konfliktsituationen neigen wir dazu, die gegnerische Seite fremder wahrzunehmen als diese tatsächlich ist. Wir überschätzten die Unterschiede zwischen ´uns´ und den ´anderen´.

Dieses Symposium wird sich in einem Informationsteil der Genesis und der Konstruktion von Fremdbildern widmen: Wie entstehen Ressentiments? Wie werden eigene Widersprüche auf einen oder mehrere Sündenböcke projiziert? Wie wird davon unser Gemeinwesen erfasst und irregeführt?

Referenten:

Gudrun Harrer (Dr.in, leitende Redakteurin „Der Standard“, Lehrbeauftragte für Moderne Arabische Geschichte und Politik am Institut für Orientalistik der Universität Wien)

 Der erlaubte Neorassismus: Islamophobie in den Medien

 Josef Berghold (Univ.-Doz. Dr., Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Innsbruck)

 Feindbilder als zentrale politisch-psychologische Herausforderung des 21. Jahrhunderts

 Georg Spitaler (Univ.-Ass. Dr., Institut für Politikwissenschaft Universität Wien)

 Rassismus im europäischen Fußball 

 

Abschließend sollen dann in einer Diskussionsrunde auch Gegenmaßnahmen und Strategien überlegt werden.

 

Veranstalter: Rechnitzer Flüchtlings- und Gedenkinitiative und Stiftung in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen, K.B.K. - Kultur.Bildung.Kunst.

 

Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung und unterstützt von der Stadtgemeinde Oberwart. 

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