Gedenkfeier in Villach

Am 12. Mai um 18 Uhr lädt der Verein erinnern Villach zur jährlichen Gedenkveranstaltung beim Denkmal der Namen in Villach in der Widmanngasse (vor dem Stadtmuseum).
12.05.2016  |  18:00  -  19:30   |  

BEGRÜSSUNG

Hans Haider

GRUSSWORTE

Bürgermeister Günther Albel

ANSPRACHE

Univ. Prof. Dr. Peter Gstettner

KRANZNIEDERLEGUNG

LESUNG

Yulia Ismajlova und Felix Strasser

vom

»Freien Theater Vada«

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MUSIK

Ján Kubiš – Akkordeon

 

Der Notar Egon Weissberger wohnte mit seiner Frau Arabella und seinen beiden Kindern Egon und Erika in der Peraustraße. Sein Büro befand sich am Hauptplatz. Sein Sohn Egon besuchte das Peraugymnasium, wo er 1929 maturierte. Die Tochter Erika besuchte ebenfalls das Peraugymnasium. Zwei Tage nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland wurde Egon Weissberger verhaftet und in das Villacher Polizeigefängnis eingeliefert. Während der nun folgenden zweiwöchigen Haft vollzog sich die Zerstörung seiner Existenzgrundlage. Im Gefängnis enthob man ihn seines Notariatsamtes und zwang ihn seine Kanzlei an einen parteibewussten Nationalsozialisten zu übergeben. Außerdem verlangten die Nazis die Abtretung seines Besitzes in Velden. Zermürbt von der Haft unterzeichnete Weissberger am 29. März den Kaufvertrag im Villacher Polizeigefängnis. Noch am selben Tag wurde Weissberger aus der Haft entlassen.

 

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