Nacht der 1000 Lichter

Anlässlich 75 Jahre Reichspogromnacht stand die von der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem konzipierte und von erinnern.at vermittelte Ausstellung „No child´s play – kein Kinderspiel“ am Beginn von 9 Stationen.

Die Chance, sich gut auf Allerheiligen vorzubereiten, nutzten viele Besucher am Vorabend des Hochfestes im Stift Seitenstetten. Jugendhaus Schacherhof, Stiftsgymnasium, Bildungshaus St. Benedikt, Stiftspfarre und Kloster organisierten den besinnlichen Abend „Ins Licht gerückt: Nacht der 1000 Lichter.“

            Anlässlich 75 Jahre Reichspogromnacht stand die von der israelischen Holocaustgedenkstätte Yad Vashem konzipierte und von erinnern.at vermittelte Ausstellung „No child´s play – kein Kinderspiel“ am Beginn der 9 Stationen. Sie zeigt, welch vielfältige Möglichkeiten es zur Talenteförderung vor der Zeit des Nationalsozialismus gab, wie viele Talente in der Zeit des Holocaust ausgelöscht wurden und wie schwer es war, traumatisiert ein neues Leben zu beginnen. Schülerinnen der 6. Klassen betreuten die Ausstellung, erläuterten das Vermittlungskonzept von Holocaust Education und erklärten die Inhalte der 16 Tafeln. Am Ende der Ausstellung konnte beim Niederlegen eines Steins der vielen ausgelöschten Kinder gedacht werden.

            Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene machten sich auf den Weg, den Spuren des Lichtes zu folgen. Von physikalischen Experimenten bis zum Lichterlabyrinth war vieles zu erfahren und erleben. Interessant war es, sich mit der Bedeutung seines Namens und dem Leben seines Namenspatrons zu beschäftigen. In der Ritterkapelle wurde die Chance geboten, still zu werden vor dem Licht. Viele erinnerten sich in Dankbarkeit an Menschen und steckten kleine Zettelchen mit ihren Texten darauf in die Ziegelwand im Kreuzgang. Besonders beeindruckend die Präsentation im Scholastikazimmer: Menschen, die Lichtblick für andere sind, ihre Ziele und Projekte wurden gezeigt. Der Konventfriedhof bot Raum, sich mit den Themen „Tod und Leben“ auseinanderzusetzen, persönlich Verstorbenen und zu früh oder totgeborenen Kindern zu gedenken.

            Den Abschluss bildete ein Meditationsabend in der Stiftskirche mit Texten aus der Bibel und von bedeutenden Theologen, Liedern aus Taize, gesungen von einem großen Chor.

In mir ist es finster,
aber bei Dir ist das Licht;
ich bin einsam, aber Du verlässt mich nicht;
ich bin kleinmütig, aber bei Dir ist die Hilfe;
ich bin unruhig, aber bei Dir ist der Friede;
in mir ist Bitterkeit, aber bei Dir ist die Geduld;
ich verstehe Deine Wege nicht, aber
Du weißt den Weg für mich.

(Dietrich Bonhoeffer)

 

 

 

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