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WOZU ERINNERN? Holocaustgedenken – Gedenkevents – Erinnerungshype

Podiumsgespräch, Jüdisches Museum - Palais Eskeles Dorotheergasse 11, 1010 Wien, Mittwoch, 17. März 2010 Moderation: Dr. Peter Huemer TeilnehmerInnen: Mag.a Eva Blimlinger MMag. Christian Gmeiner Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider Prof. Paul Lendvai Dr.in Heidemarie Uhl
17.03.2010  |  19:30  -  21:00   |  

Moderation:

Dr. Peter Huemer (Journalist und Historiker)

TeilnehmerInnen:

Mag.a Eva Blimlinger (Historikerin, Universität für angewandte Kunst)

MMag. Christian Gmeiner (Kunstpädagoge und Künstler)

Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider (Historikerin, Zentrale Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)

Prof. Paul Lendvai (Journalist) / angefragt

Dr.in Heidemarie Uhl (Historikerin, Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Veranstalter:

Jüdisches Museum Wien
Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW

 

Am 28. März findet zum zehnten Mal die Gedenkfahrt nach Engerau in Erinnerung an die dort von österreichischen

Tätern ermordeten ungarisch- jüdischen Zwangsarbeiter statt. Dieser Jahrestag ist Anlass, die Frage

nach der Sinnhaftigkeit von derartigen Veranstaltungen stellen: Wozu gedenken wir? Warum erinnern wir

uns wie an wen?

Auch wenn es menschlich verständlich erscheint, dass nach dem Seilbahnunglück in Kaprun in kürzester Zeit

ein Denkmal errichtet wurde; auch wenn das so genannte Tribute nach dem Tod des Pop-Idols Michael Jackson,

für das die Stadt Wien bereit gewesen wäre, Hunderttausende Euro bereit zu stellen, in erster Linie kommerzielle

Interessen bediente, fällt der Gegensatz zur Unterfinanzierung der meisten Gedenkinitiativen ins

Auge, die oft überhaupt auf privaten Enthusiasmus bauen müssen. Bis an zentralen Plätzen einer Stadt sichtbare

Erinnerungszeichen wie das Holocaustdenkmal auf dem Wiener Judenplatz oder das Denkmal gegen

Krieg und Faschismus von Alfred Hrdlicka errichtet werden können, müssen jahrzehntelange Auseinandersetzungen

geführt werden.

Ist Erinnerung überhaupt zu vergessen und stehen heute nur mehr Trivialisierung und Kommerzialisierung

des Gedenkens im Vordergrund? Diesen Fragestellungen soll das Podiumsgespräch nachgehen, das sich kritisch

mit der österreichischen Erinnerungskultur auseinandersetzen wird.

 

 

Veranstalter:

Jüdisches Museum Wien


Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW

Präsident: Martin F. Polaschek, Kuratoriumsvorsitzende: Ferdinand Lacina, Heinrich Neisser

Wissenschaftliche Leitung: Winfried R. Garscha, Claudia Kuretsidis-Haider

WebSite: www.nachkriegsjustiz.at

Einladung
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