„Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ in Österreich exklusiv im Museum Arbeitswelt Steyr

Von 12. Mai bis 18. Dezember 2016 im Museum Arbeitswelt Steyr. Mit ausführlichem Begleitprogramm und pädagogischen Workshops.

Mehr als 20 Millionen Menschen aus ganz Europa mussten während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit im Deutschen Reich oder in den besetzten Gebieten leisten. Überall wurden Frauen, Männer und Kinder eingesetzt – in Rüstungsbetrieben wie der Steyr-Daimler-Puch AG ebenso wie auf Baustellen, in der Landwirtschaft, im Handwerk oder in Privathaushalten. Jede/r ist ihnen begegnet – ob als Wehrmachtssoldat in den besetzten Gebieten oder als Bäuerin im Ennstal.
Die Ausstellung „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieser systematischen Ausbeutung und ihrer Folgen. Mit historischen Exponaten und Fotografien beleuchtet sie das rassistisch definierte Verhältnis zwischen der sogenannten „Volksgemeinschaft“ und Zwangsarbeiter/innen – mit allen Handlungsspielräumen, die sich den Menschen boten.
Nach Berlin, Dortmund, Hamburg, Moskau, Prag und Warschau wird die Ausstellung speziell um die österreichischen Aspekte dieser Zeitgeschichte erweitert und ist in Österreich exklusiv nur in Steyr – Museum Arbeitswelt – zu sehen.
Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora im Museum Arbeitswelt Steyr, initiiert und gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

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Vermittlungsworkshops für Schulen:

(Dauer: 2 Stunden / Kosten: 4,00 € pro Schüler/in)

Schulklassen können ab der 8. Schulstufe pädagogisch aufbereitete Workshops im Ausstellungbereich buchen. Die eigens für die Ausstellung entwickelten pädagogischen Materialien bieten einen biographischen und handlungsorientierten Zugang zu unterschiedlichen Formen und Orten der Zwangsarbeit im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten. In der Auswahl der Biographien wird nicht nur die Bandbreite der Verfolgung deutlich (von Juden sowie Sinti und Roma über KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene bis zu Zivilarbeiter/innen aus vielen Teilen Europas), sondern auch die lange Geschichte der verweigerten Anerkennung und Entschädigung als NS-Opfer nach 1945. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt bei der Auseinandersetzung mit Handlungsspielräumen von Personen in konkreten historischen Situationen und der Frage nach der Bedeutung von Zwangsarbeit und Ausgrenzung heute.

Anmeldung ab sofort unter:
07252 / 77 3 51 – 0
E-Mail: paed@museum-steyr.at

Begleitprogramm zur Ausstellung:

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