Rechtsextreme Schmieraktion in der Gedenkstätte Mauthausen

In der Nacht von Donnerstag, 4.3., auf Freitag, 5.3.2010, wurde die Außenmauer der KZ-Gedenkstätte Mauthausen erneut mit einer rassistischen Parole beschmiert.

In großen roten Lettern wurde von bislang unbekannten Tätern der Schriftzug „Türk und Jud giftig’s Blut“ angebracht. Bereits im Februar 2009 hatte es eine ähnliche Schmieraktion unweit dieser Stelle gegeben. Die Täter konnten nicht ausgeforscht werden.

Diese Vorfälle machen die wichtige Funktion deutlich, welche Gedenkstätten im politischen Diskurs unserer Gesellschaft erfüllen. Sie sind zentrale Orte der Bildungsarbeit für Menschenrechte und gegen Rassismus, zugleich fühlen sich durch ihre Existenz jene Stimmen, die sich sonst untergründig  äußern, dazu herausgefordert, an die Oberfläche zu kommen.

Verstöße gegen das Verbotsgesetz sind strafrechtlich zu ahnden. Ebenso wichtig ist die pädagogische Antwort:  Das Bemühen um eine glaubwürdige Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, bei der die Interessen und Fragen der jungen Menschen ernst genommen werden.

 

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