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VII. Summer School der Freien Universität Berlin: Oral History-Quellen: "Befreit, aber nicht frei". Erinnerungen an das Kriegsende 1945 in Oral History-Quellen

Freie Universität Berlin, 23. bis 29. August 2015. Online-Bewerbung vom 11. Mai bis zum 8. Juni 2015! Möglichkeit für internationale Nachwuchswissenschaftler(innen) interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit mit Oral History-Archiven zu Nationalsozialismus und Zwangsarbeit kennenzulernen.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich, hiermit unsere diesjährige Summer School mit dem Titel: "Befreit, aber nicht frei". Erinnerungen an das Kriegsende 1945  in Oral History-Quellen" ausschreiben zu können. Seit nunmehr sieben Jahren haben internationale Nachwuchswissenschaftler(innen) bei einer  - im Rahmen des internationalen Alumni-Programms der Freien Universität Berlin stattfindenden - Summer School die Möglichkeit, die interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeit mit Oral History-Archiven zu Nationalsozialismus und Zwangsarbeit kennenzulernen.

 

70 Jahre nachdem Ende des Zweiten Weltkrieges sind immer weniger Zeug(inn)en in der Lage,  ihre persönlichen Erinnerungen direkt weiterzugeben. Damit kommt insbesondere dokumentierten Oral History-Interviews eine wachsende Bedeutung zu. Sie sind ein zentrales Element der Public History über den Holocaust geworden. Aber auch die Holocaustforschung greift vermehrt auf die Berichte Überlebender als historische Quelle zurück. In den vergangenen Jahrzehnten wurden in unterschiedlichen, z.T. groß angelegten Projekten, die Lebensgeschichten und Erinnerungen von Überlebenden und Zeug(inn)en des Nationalsozialismus dokumentiert, erschlossen und für Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt. Die Freie Universität Berlin bietet den Zugang zu drei solchen Oral History-Sammlungen an: dem "Visual History Archive der USC Shoah Foundation", dem Archiv "Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte" sowie dem Archiv "Refugee Voices".

 

Am 8. Mai 1945 endete mit der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg und Europa wurde von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft befreit. Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung widmet sich die diesjährige Summer School den Erinnerungen Überlebender an die Befreiung und die unmittelbare Nachkriegszeit. Der für den Titel der Veranstaltung gewählte Satz: "Befreit, aber nicht frei” wurde nach dem Historiker Michael Brenner von jüdischen KZ-Überlebenden für die Beschreibung ihrer Situation nach der Befreiung gewählt. Ihre Zukunft war ungewiss, zusammen mit Millionen von Zwangsarbeiter(innen) waren sie in den ersten Jahren nach dem Krieg in Displaced Persons Camps interniert. Mit Hilfe internationaler Hilfsorganisationen suchten sie nach ihren Angehörigen. Später versuchen die meisten von ihnen, sich ein neues Leben außerhalb Europas aufzubauen.

 

Die Summer School vom 23. bis 29. August wird anhand der Erinnerungsberichte von Holocaust-Überlebenden, ehemaligen Zwangsarbeiter(inne)n und Zeugen der Befreiung einen erfahrungsgeschichtlichen Blick auf das Kriegsende und die direkte Nachkriegszeit richten.

Beispielhaft werden die Teilnehmer(innen) in die wissenschaftliche Analyse von Oral History-Quellen eingeführt. Wissenschaftliche Vorträge werden über die Methoden und die Praxis der Oral History informieren und einen Einblick über den Forschungsstand zum Thema der Befreiung vom Nationalsozialismus geben. Das Programm wird durch Exkursionen zu Berliner Gedenkorten ergänzt. Wichtiger Bestandteil der Summer School sind auch mehrere Praxiseinheiten. Während dieser werden die Teilnehmer(innen) im Rahmen von Gruppenarbeit intensiv mit lebensgeschichtlichen Erinnerungsberichten arbeiten.

 

Das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderte Angebot richtet sich an Personen, die in der Vergangenheit als internationale (ausländische) Studierende oder Gastwissenschaftler(innen) ein oder mehrere Semester an einer deutschen Hochschule studiert oder geforscht haben und an der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Oral History zum Nationalsozialismus interessiert sind.

Die Summer School ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Die Freie Universität kommt für Unterkunft und Verpflegung auf. Außerdem wird ein Zuschuss zu den Reisekosten gewährt. Die Arbeitssprache der Summer School ist Deutsch.

Interessierte finden detaillierte Angaben im Internet unter: http://www.vha.fu-berlin.de/fu/summer_schools/summer_school_2015/index.html

Die Online-Bewerbung ist vom 11. Mai bis zum 08. Juni 2015 unter  http://www.vha.fu-berlin.de/fu/summer_schools/summer_school_2015/bewerbung/index.html möglich.

Die ausgewählten Teilnehmer(innen) werden voraussichtlich bis Ende Juni 2015 benachrichtigt.

Ihre Rückfragen richten Sie bitte per E-mail an: vha-summer-school@cedis.fu-berlin.de.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Nicolas Apostolopoulos

(Geschäftsführender Direktor des Centers für Digitale Systeme)

 

VII. Summer School der Multimedialen  Archive an der Freien Universität Berlin

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Freie Universität Berlin

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14195 Berlin (Germany)

 

Tel: +49(0)30 838 525 33

E-Mail: vha-summer-school@cedis.fu-berlin.de

Web: http://www.cedis.fu-berlin.de

Web: http://www.vha.fu-berlin.de

Web: http://www.zwangsarbeit-archiv.de

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