Der Völkermord an den Roma und Sinti in Europa - Vorgeschichte, Genozid, Lage der Roma heute (Pestalozzi-Seminar)

27.-29. April 2015, Graz. Ein Seminar für LehrerInnen aus Österreich und Europa über die europäischen Roma und Sinti. Verfolgt im Nationalsozialismus und vielfach marginalisiert danach. Anmeldung über office@erinnern.at!

Graz (Europäisches Fremdsprachenzentrum)

27.-29. April 2015 (Anreise: Sonntag, 26. April 2015, Abreise internationale TeilnehmerInnen 30. April 2015).

 

Roma und Sinti bilden die größte Minderheit in Europa, sie verfügen jedoch nicht über einen eigenen Staat. Roma und Sinti leben seit über 1.000 Jahren in Europa. Ihre Vorfahren kamen ursprünglich aus Indien und sie sprechen eine Sprache, die mit anderen indischen Sprachen verwandt ist und als Romani, Romanes oder Sinti Tikkes bezeichnet wird. Roma oder Sinti ist der richtige Name der so genannten „Zigeuner“.

Rund 500.000 Roma und Sinti wurden während des Holocaust ermordet als Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik deutscher Nazis und ihrer faschistischen Verbündeten. Doch dieser Völkermord ist heute weitgehend unbekannt. Roma und Sinti wurden in Vernichtungslagern getötet und fielen in Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern Hunger und Krankheiten zum Opfer. Viele wurden deportiert und als Zwangsarbeiter ausgebeutet, auf Bauernhöfen, auf Baustellen und in der Industrie. Die Überlebenden wurden jahrzehntelang nicht als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung anerkannt und erhielten nur geringe oder überhaupt keine Entschädigungszahlungen für ihren verlorenen Besitz.

Die soziale Lage der Roma und Sinti in Europa blieb auch nach 1945 eine schwierige. Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens gehörten viele Roma und Sinti in den Nachfolgestaaten zu den Verlierern - ihre Lage verschlechterte sich.

Heute leben schätzungsweise zehn bis zwölf Millionen Roma in Europa, davon rund sechs Millionen in der EU. Damit bilden sie die größte ethnische Minderheit des Kontinents.

Die Faktenlage zeigt, dass viele Roma – darunter Kalé, Manouches, Sinti und Travellers  – in äußerst ärmlichen Verhältnissen am Rande der Gesellschaft leben und in extremem Maße von sozialer Ausgrenzung betroffen sind.

Europäisches Unterrichtsmaterial: Das Schicksal der europäischen Roma und Sinti während des Holocaust: - link

 

ReferentInnen: Aurora Ailincai, Europarat Strasbourg; Gerhard Baumgartner, DÖW Wien; Stefan Benedik, Univ. Graz; Gernot Haupt, Klagenfurt; Gerald Lamprecht, Univ. Graz; Karen Polak, Anne-Frank- Haus Amsterdam; Robert Sigel, München; Eva Sobotka, FRA Wien (angefragt).

Seminarleitung: Werner Dreier, Maria Ecker

TeilnehmerInnen: 30 LehrerInnnen (15 aus Österreich, 15 international)

Tagungssprache: Englisch

Teilnahmebedingungen: Unterkunft, Verpflegung und Seminarkosten werden vom Bundesminiterium für Bildung und Frauen getragen, die Reisekosten der österreichischen TeilnehmerInnen werden jedoch nicht refundiert.

Programm - download


In Kooperation von _erinnern.at_ mit RFDZ Geschichte (Regionales Fachdidaktikzentrum für Geschichte) in der Steiermark  - link und des Vereins EFSZ, Europäisches Fremdsprachenzentrum in Österreich. - link

Anmeldung zum Seminar: ab sofort über das Office von _erinnern.at_  erfolgen: office@erinnern.at

Erlass des BMBF dazu : - download

Unterrichtsmaterial: - link

Das Seminar ist ein Beitrag zu den Aktionstagen Politische Bildung 2015 „Macht und Ermächtigung“ – www.aktionstage.politische-bildung.at

 

aktionstage-politische-bildung-2015-jpg

Attachments
abgelegt unter:
Homepage: Das Schicksal der europäischen Roma und Sinti während des Holocaust
Homepage: Das Schicksal der europäischen Roma und Sinti während des Holocaust
Kombinat Media Gestalteer GmbH