Ein xenophober, islamfeindlicher, antisemitischer und sexistischer FPÖ-Comic als Beitrag zur Politischen Bildung Jugendlicher?

Elfriede Windischbauer über einen Comic, der von der FPÖ im EU-Wahlkampf im Mai 2009 jugendlichen WählerInnen zugestellt wurde.

Ist das Politische Bildung?

 

Der Comic kann in keiner Weise als politische Information eingestuft werden, vielmehr handelt es sich um politische Propaganda, in der rassistische, anti-islamische, sexistische, antisemitische u.a. Vorurteile in Bild und Text aufgegriffen und als drohende Entwicklungen für Österreich in der EU dargestellt werden.


Politische Bildung – und als einen Beitrag dazu wollen die HerausgeberInnen den Comic ja laut Vorwort verstanden wissen – hat zum Ziel, bei jungen Menschen jene Kompetenzen zu entwickeln, die sie befähigen, kritisch als mündige BürgerInnen am demokratischen Prozess teilzuhaben. Diese Absicht ist nirgends in diesem Comic zu erkennen. Vielmehr geht es darum, im Rahmen des EU-Wahlkampfes Xenophobie, Islamophobie, Antisemitismus und Sexismus zu verbreiten und damit EU-feindliche Einstellungen zu begründen. Dies ist weder mit den Bildungszielen der österreichischen Schulen oder den Grundsätzen des Unterrichtsprinzips zur Politischen Bildung, noch mit der österreichischen Verfassung vereinbar. - Artikel lesen (pdf).

Der "Comic" auf der Website der FPÖ - lesen (pdf)

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