Ausstellung & Vermittlungsangebot: Letzte Orte vor der Deportation

Die Ausstellung „Letzte Orte vor der Deportation“ ist am neuen Ausstellungsstandort im Amtshaus Wien Leopoldstadt noch bis zum 31.11.2019 zu sehen. _erinnern.at_ bietet ein kostenloses Vermittlungsprogram für Schulklassen an.

Kleine Sperlgasse 2a, Castellezgasse 35, Malzgasse 7 und 16 – diese Adressen in Wien-Leopoldstadt sind im kollektiven Gedächtnis praktisch nicht präsent. In der Topographie der Shoah von Wien und Österreich sind das jedoch zentrale Orte.

Hier haben sich in den Jahren 1941/42 vier Sammellager befunden, in denen Jüdinnen und Juden vor der Deportation interniert wurden. Von hier wurden Gruppen von je 1.000 Menschen in Lastwagen zum Aspangbahnhof gebracht. Von Februar 1941 bis Oktober 1942 gingen insgesamt 45 Deportationszüge in Ghettos und Vernichtungslager. Der Großteil der mehr als 66.000 österreichischen Shoah-Opfer wurde von den vier Sammellagern aus in den Tod geschickt. Der Weg in die Vernichtung begann mitten in der Stadt.

Die Ausstellung zeigt Interviews mit den letzten ZeitzeugInnen dieser Orte und die wenigen Quellen, die Einblick in die Vorgänge in den Sammellagern geben. Die Ausstellung wurde 2016 und 2017 in der Krypta am Heldenplatz gezeigt, der neue Ausstellungsstandort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Erinnerungsort Kleine Sperlgasse 2a. Der Ausstellungsrundgang führt SchülerInnen zu diesem ehemaligen Sammellager und ermöglicht es SchülerInnen einen unmittelbaren Bezug zu den historischen Orten der Ausstellung herzustellen.

 

Ausstellungsrundgänge für Schulklassen

_erinnern.at_ übernimmt die Ausstellungspädagogik und bietet kostenlose Ausstellungsrundgänge für Schulklassen an.

 

Zur Ausstellung „Letzte Orte vor der Deportation. Kleine Sperlgasse, Castellezgasse, Malzgasse" im Amtshaus des 2. Bezirks bietet _erinnern.at_ für Schulklassen ein dialogorientiertes Vermittlungsprogramm an. Der Ausstellungsrundgang „Mitten in der Stadt“ bildet den Rahmen für eine altersadäquate Auseinandersetzung mit den gezeigten Quellen. Durch einen Wechsel von Selbsterkundungselementen und geführten Phasen werden Bezüge der SchülerInnen zur Geschichte dieser Orte zum Ausgangspunkt der Rundgangsgespräche. Der Ausstellungsort in der Leopoldstadt befindet sich in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Sammellager. Der Rundgangsteil im Freien ermöglicht daher eine unmittelbare räumliche Bezugnahme auf die zuvor behandelten historischen Orte.


Format & Zielgruppe

- Zweistündiger Rundgang für SchülerInnen ab der 8. Schulstufe.
- Ein Teil der Vermittlung findet im Freien statt (bei jedem Wetter).
- Die Ausstellung kann nur von einer Gruppe zeitgleich besucht werden.

- Treffpunkt: Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt (Foyer), Karmelitergasse 9, 1020 Wien
- Für Schulen entstehen keine Koste, die Vermittlungskosten werden vom BMBWF übernommen.


Vermittlung buchen

Das Vermittlungsprogramm kann zu folgenden Zeiten stattfinden: Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 - 15:30.

Wir bitten um Buchung im Voraus mit Terminvorschlag und einem Ersatzvorschlag.

 

Anmeldung und weitere Informationen: letzteorte@erinnern.at


Öffnungszeiten Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt

Mo, Di, Mi, Fr: 7:30-15:30  / Do: 7:30-17:30 (ausgenommen Feiertage)

abgelegt unter:
Die Ausstellung „Letzte Orte vor der Deportation“ ist im Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt zu sehen.
Die Ausstellung „Letzte Orte vor der Deportation“ ist im Amtshaus des Bezirks Leopoldstadt zu sehen.
 Der neue Ausstellungsstandort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Erinnerungsort Kleine Sperlgasse 2a.
Der neue Ausstellungsstandort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Erinnerungsort Kleine Sperlgasse 2a.
_erinnern.at_ bietet zweistündige Ausstellungsrundgänge für SchülerInnen an.
_erinnern.at_ bietet zweistündige Ausstellungsrundgänge für SchülerInnen an.
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