Holocaust-Überlebende klagen Zeitschrift "Die Aula" wegen Ehrenbeleidigung

Die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet über die Klage von neun Holocaust-Überlebenden gegen die Zeitschrift "Die Aula" und deren Autor Manfred Duswald. Im Februar 2016 hatte die Staatsanwaltschaft Graz ein Verfahren gegen die "Die Aula" und den beanstandeten Artikel eingestellt.

Der Theresienstadt-Überlebender Rudolf Gelbard, acht Überlebende von Mauthausen sowie die Tochter des verstorbenen Publizisten und Gründer des Jewish Welcome Service Vienna, Leon Zelman, klagen die Zeitschrift „Die Aula“ wegen Ehrenbeleidigung.

Die Aula“ veröffentlichte zuvor, im Sommer 2015, einen Artikel in dem 1945 aus dem KZ Mauthausen befreite Menschen unter anderem als "Kriminelle" und "Landplage" bezeichnet wurden.

Nachtrag: Die Presse berichtet, dass die Grünen die Klage der Holocaust-Überlebenden unterstützen wollen.

Justizminister Wolfgang Brandstetter hatte zuvor angekündigt, eine Ausbildungsoffensive für RichteramtsanwärterInnen zu starten. RichteramtsanwärterInnen und angehende StaatsanwältInnen sollen künftig verpflichtend das Ausbildungsmodul "Justizgeschichte" besuchen, welches unter anderem einen Besuch der Gedenkstätte Am Spiegelgrund sowie der KZ-Gedenkstätte Mauthausen vorsieht.

Nachtrag: Gerichtsentscheidung die Zeitschrift „Die Aula“ darf KZ-Häftlinge nicht mehr "Massenmörder" nennen.

Der Standard Artikel

Einschätzungen des DÖW zu „Die Aula

Die Presse Artikel

Der Kurier zu Justizminister Brandstetters Ausbildungsoffensive

 

Gedenkstätte Am Spiegelgrund/ Steinhof

KZ-Gedenkstätte Mauthausen

abgelegt unter:
 Rudolf Gelbard bei "Die letzten Zeugen"
Rudolf Gelbard bei "Die letzten Zeugen"
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