KZ-Gedenkstätte Gusen

Am 5. Mai 1945 befreiten Soldaten der U.S. Army in Gusen mehr als 20.000 KZ-Häftlinge, meist in katastrophalem gesundheitlichen Zustand. In Gusen, das mit dem nahegelegenen Mauthausen ein Doppellager bildete, waren zu diesem Zeitpunkt demnach mehr Personen als im Hauptlager Mauthausen interniert. Mehr als die Hälfte der mindestens 71.000 hierher deportierten Menschen kam in Gusen zu Tode.

Nur wenige Überreste deuten heute auf die Existenz des großen Lagers hin. Die KZ-Gedenkstätte Gusen besteht aus einem Memorial, das um die Reste des Krematoriums errichtet wurde, und einem Besucherzentrum mit einer Ausstellung zur Geschichte des KZ Gusen. Der Großteil des Areals des ehemaligen KZ ist mit Siedlungshäusern überbaut oder Teil von Betrieben. Einzelne KZ-Bauten, heute in Privatbesitz, existieren noch. Zum KZ Gusen gehörte auch die riesige Stollenanlage „Bergkristall“ in St. Georgen, wo KZ-Häftlinge für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. Ein Audioweg erschließt diese Orte außerhalb der KZ-Gedenkstätte.

Die KZ-Gedenkstätte Gusen wird von der KZ-Gedenkstätte Mauthausen verwaltet.

 

Geschichte

Basisinformationen

Basisinformationen zur Geschichte des KZ Gusen bietet die Website der KZ-Gedenkstätte www.mauthausen-memorial.org/de/Gusen unter „Das Konzentrationslager“.

Personensuche

Im Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen kann über ein Online-Formular oder per E-Mail Auskunft über ehemalige Inhaftierte von Gusen beantragt werden.

Digitales Totenbuch

Für die Suche nach Personen, die im KZ Gusen gestorben sind, steht das digitale „Gedenkbuch für die Toten des KZ Mauthausen und seiner Außenlager“ zur Verfügung.

Web-Datenbank

Eine Web-Datenbank der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gibt einen Überblick über die Sammlungsbestände und ermöglicht eigene Recherchen zum KZ Gusen.

 

Besuchsinformationen

Allgemeine Informationen

Informationen zu den Öffnungszeiten sowie zu Bildungsangeboten und Tarifen finden sich auf der Website der KZ-Gedenkstätte www.mauthausen-memorial.org/de/Gusen/ unter „Besuchen“.

Kontakt

Besucherzentrum KZ-Gedenkstätte Gusen
Georgestraße 6
4222 Langenstein

KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Erinnerungsstraße 1
4310 Mauthausen
Tel: +43 7238 2269-0
Fax: +43 7238 2269-40

Minoritenplatz 9
1010 Wien
Tel: +43 1 53126-3039
Fax: +43 1 53126-3386

E-Mail: office@mauthausen-memorial.org

Website: www.mauthausen-memorial.org/de/Gusen

Sammlungen und Forschungsstelle (Wien)

Tel: +43 1 53126-3832
E-Mail: inquiries@mauthausen-memorial.org

Pädagogische Vermittlung

Tel: +43 7238 2269-35
E-Mail: education@mauthausen-memorial.org

Öffnungszeiten der KZ-Gedenkstätte Gusen

1. März - 31. Oktober: Montag bis Sonntag, 9:00 bis 16:30 Uhr
1. November - 28./29. Februar: Dienstag bis Sonntag, 9:00 bis 15:45 Uhr, Montag geschlossen
24. - 26. Dezember, 31. Dezember und 1. Jänner geschlossen

Tarife

Der Besuch der KZ-Gedenkstätte ist kostenlos.

Übersicht über die Tarife für Rundgangs- und Bildungsangebote

 

Bildungsangebote

Bildungsangebote an der KZ-Gedenkstätte Gusen

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen bietet in Gusen für BesucherInnen ab 14 Jahren begleitete Rundgänge an. Zusätzlich steht ein Audioweg zur Verfügung.

Beschreibung der Bildungsangebote, Tarife und Anmeldung.

Weitere fallweise Bildungsangebote kommen vom Gedenkdienst Komitee Gusen und von der Bewusstseinsregion.

Vor- und Nachbereitung im Unterricht

Zur schulischen Vor- und Nachbereitung eines Besuches der KZ-Gedenkstätte Gusen können die Hinweise zu Themen, Zielen, Methoden, Literatur und Medien auf der Website der KZ-Gedenkstätte Mauthausen www.mauthausen-memorial.org/de/ unter „Teilnehmen“ genutzt werden.

Themen

Ziele und Methoden

Die für den Unterricht didaktisch aufbereiteten Materialien „Interview mit Anna Bergman“ und „Iakovos Kambanellis erzählt“ stehen als Downloads zur Verfügung.

Literatur und Medien

 

Luftaufnahme KZ Gusen 15. März 1945, aufgenommen von einem US-Aufklärungsflugzeug.
Luftaufnahme KZ Gusen 15. März 1945, aufgenommen von einem US-Aufklärungsflugzeug.
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