KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Geschichte der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Obwohl in Mauthausen vergleichsweise viel an originaler Bausubstanz des Konzentrationslagers erhalten ist, unterscheidet sich das Aussehen der Gedenkstätte heute wesentlich von dem befreiten Lager am 5. Mai 1945. Zunächst unter amerikanischer Verwaltung, wurde das Lager ab Sommer 1945 mehrere Monate von der Sowjetarmee zur Unterbringung von Soldaten genutzt. Am 20. Juni 1947 übergab die sowjetische Besatzungsmacht das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen an die Republik Österreich mit der Auflage, eine Gedenkstätte zu errichten. Im Zuge der Umgestaltung zur Gedenkstätte wurden die meisten Häftlingsbaracken, die noch vorhandenen SS-Baracken und die Betriebseinrichtungen des Steinbruchs „Wiener Graben“ demontiert. Im Frühjahr 1949 erfolgte die Eröffnung der Gedenkstätte als „Öffentliches Denkmal Mauthausen“.
Im Herbst 1949 enthüllte Frankreich im Bereich der ehemaligen SS-Verwaltungsbaracken das erste nationale Denkmal. In der Folge schufen zahlreiche Nationen und Opfergruppen weitere Denkmäler.
Anfang der 1960er Jahre wurde im Inneren der KZ-Gedenkstätte Mauthausen ein Friedhof angelegt, in den in der Folge die sterblichen Überreste von KZ-Opfern aus den "amerikanischen Friedhöfen" in Mauthausen und Gusen sowie aus den von der SS angelegten Massengräbern umgebettet wurden. Im Lagerteil II und im Bereich der Häftlingsbaracken 16 bis 19 liegen mehr als 14.000 Opfer bestattet.
Seit der Eröffnung der Dauerausstellung zur Geschichte des Lagers im Gebäude des ehemaligen Krankenreviers im Jahr 1970 wurde die KZ-Gedenkstätte zunehmend zu einem Ort der Geschichtsvermittlung. Mit der Errichtung des Besucherzentrums im Jahr 2003 wurde der Grundstein für die Neukonzeption des Vermittlungsangebotes der Gedenkstätte gelegt.
Allgemeine Informationen
Zu besichtigen sind die erhalten gebliebenen historischen Bauten und Anlagen, der Steinbruch Wiener Graben mit der "Todesstiege", sowie mehr als 20 nationale Monumente.
Aufgrund der Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen wurde Anfang Juli 2010 das Reviergebäude geschlossen und mit dem Abbau der in dem Gebäude befindlichen Dauerausstellungen begonnen. Die Ausstellungen, die vor 40 Jahren von Hofrat Dr. Hans Maršálek konzipiert wurden, werden dokumentiert und ab Herbst 2010 in verkürzter Form in der Baracke 11 zugänglich gemacht.
Die im Kellerbereich an das Reviergebäude angrenzenden Gedenkbereiche (Gaskammer und Krematorien) können noch bis Ende August 2010 besichtigt werden. Der Zugang ist vom Appellplatz aus möglich.
Der Besuch der Gedenkstätte ist nach wie vor möglich, mit Ausnahme der Besichtigung des Reviergebäudes.
Während der Zeit der Sanierung und der Umbauarbeiten des Reviergebäudes, die am 1. August 2010 beginnen und etwa 2 Jahre in Anspruch nehmen werden, sowie des Aufbaus der neuen Ausstellungen im Reviergebäude stehen den Besucherinnen und Besuchern ebenfalls zahlreiche Alternativangebote zur Vertiefung zur Verfügung wie z.B. der Besuch temporärer Ausstellungen im Fahnensaal oder im Besucherzentrum sowie die Auseinandersetzung mit Zeitzeugeninterviews, die ebenfalls im Besucherzentrum gezeigt werden. Darüber hinaus empfehlen wir den Besuch der Gedenkstätte Gusen, die nur 7 km von der Gedenkstätte Mauthausen entfernt ist. Informationen zur Gedenkstätte Gusen erhalten Sie auf der Homepage www.gusen-memorial.at und in Informationsbroschüren, die im Bookshop der Gedenkstätte Mauthausen zu finden sind.
Öffnungszeiten
Täglich von 9 bis 17.30 Uhr (Einlass bis 16.45 Uhr);
Geschlossen: 24. bis 26. Dezember, 31. Dezember, 1. Jänner;
Information & Anmeldung
Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 16 Uhr;
Tel.: +43-(0)7238-2269, Fax: +43-(0)7238-2269-40
E-mail: bmi-iv-7@bmi.gv.at
Homepage: http://www.mauthausen-memorial.at
Tarife
Eintritt: € 2,00
ermäßigter Eintritt: € 1,00
(Kinder, StudentInnen unter 27 Jahren, Zivildienstleistende, Rentner über 65 Jahren)
Familienkarte: € 4,80 (2 Erwachsene und Kinder)
Gruppen von StudentInnen, Wehr- oder Zivildienst, Angehörige von ehemaligen Häftlingen und Teilnehmer von Veranstaltungen oder Gottesdiensten haben freien Eintritt.
Parktarife
Die ersten zwei Stunden in der Zeit von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr sind kostenlos.
Für jede weitere Stunde wird pro Stunde folgende Gebühr eingehoben:
Busse: € 2,-
PKW: € 1,-
Motorräder mit Beiwagen: € 1,-
Anfahrt
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie folgt erreicht werden:
Linienbus: Von Linz (z.B. Hbf.) nach Mauthausen, Haltestelle Hauptschule, Ortsteil Ufer.
Bahn: Von Wien, Salzburg oder Linz über die Westbahnstrecke nach St. Valentin (Bhf.); von dort mit dem Regionalzug nach Mauthausen (Bhf.).
Die Wegstrecke vom Bahnhof oder von der Bushaltestelle in Mauthausen zur KZ-Gedenkstätte kann zu Fuß oder mittels Taxi (5 bzw. 3 km) zurückgelegt werden. Das Besucherzentrum befindet sich rechts von der Zufahrtsstraße kurz vor der Gedenkstätte.
Anreise mit dem Auto:
Seit Anfang Juli 2006 stehen den Besucherinnen und Besuchern der KZ-Gedenkstätte Mauthausen neue Bus- und PKW-Stellflächen zur Verfügung. Der Parkplatz bietet Platz für 50 Busse sowie 70 Personenkraftwagen. Um Campen, Dauerparken und/oder eine zweckwidrige Nutzung der Parkfläche zu unterbinden, wurde der Parkplatz mit einer elektronischen Schrankenanlage ausgestattet.
Zielgruppe
Wir weisen darauf hin, dass der Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen mit Kindern unter 14 Jahren nicht empfohlen wird.
Besuchsvorbereitung – Hinweise für Schulklassen
Es gehört zu den Aufgaben einer Gedenkstätte für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft, den Nutzern, insbesondere den Kindern und Jugendlichen, die (gesellschafts)politische Dimension der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft zu verdeutlichen und die Chancen und Risken für politische Prozesse auf praktisch allen Ebenen aufzuzeigen, um sie bei der Identitätsentwicklung, politischen Orientierung und rationalen Urteilsbildung zu unterstützen.
Eine fundierte Vorbereitung im Unterricht erleichtert die Bildungsarbeit vor Ort und trägt zum besseren Verständnis der zu vermittelnden Thematik bei.
Erfahrungsgemäß gibt es gegen Ende des Schuljahres (Mai, Juni) besonders viele Anmeldungen von Schulklassen. Dies strapaziert die Kapazitäten der Gedenkstätte in mehrerlei Hinsicht (einzelne Stationen sind überfüllt; Guides sind bereits ausgelastet, ...) und kann somit den Besuch beeinträchtigen. Außerhalb der Monate Mai und Juni ist die Besucherfrequenz geringer und deshalb die Möglichkeit zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Ort besser gegeben.
Unterlagen
Auf der Homepage der KZ-Gedenkstätte Mauthausen www.mauthausen-memorial.at finden Sie im Bereich PÄDAGOGIK Hinweise für die Planung des Besuches der Gedenkstätte mit Schulklassen, Anregungen zur Vor- und Nachbereitung eines Besuches, Unterrichtsmaterialien, einen Überblick über die pädagogischen Angebote an der Gedenkstätte sowie Informationen zur Anmeldung und weitere organisatorische Hinweise.
Lehrer/innen, die mit ihren Schulklassen die Gedenkstätte besuchen, teilen die Erwartung, dass die Begegnung mit diesem „authentischen" Ort der nationalsozialistischen Verbrechen ihre Schüler/innen für Menschenrechte und Demokratie sensibilisiert. Doch es ist nicht garantiert, dass die Besucher/innen den Ort in der gewünschten Weise erleben. Emotionale Überforderung, enttäuschte Erwartungen an ein historisches Set, die Bestätigung von Vorurteilen gegen Opfergruppen oder die Faszination Gewalt können dem Lernen im Wege stehen.
Die Chancen, Bildungsziele zu erreichen, steigen bedeutend, wenn der Gedenkstättenbesuch in Phasen der Vorbereitung und Nachbereitung eingebettet ist. Dadurch entsteht ein längerer Prozess, in dem Wissen erworben, Erwartungen ausgetauscht, Ziele formuliert, Erfahrungen besprochen und eigenständiges Nachdenken gefördert werden. Ein Gedenkstättenbesuch kann diese kontinuierliche Interaktion nicht ersetzen, aber um eine wichtige Dimension bereichern.
Kontakt / Pädagogik
Yariv Lapid
Yariv.Lapid@bmi.gv.at
Tel: 07238 - 22 69 22
Mobile: 0664 - 52 67 114
Dr. Christian Angerer
christian.angerer@bmi.gv.at
Tel: 07238 - 22 69 35
Dr. Maria Ecker
maria.ecker@bmi.gv.at
Tel: 07238 - 22 69 36
Trägerorganisation
Mit der Übergabe des ehemaligen KZ-Areals durch die sowjetische Armee an Österreich im Juni 1947 verpflichtete sich die Republik Österreich zum Erhalt des gesamten Lagerkomplexes sowie seiner Umgestaltung in eine Gedenkstätte. Seit damals obliegt die Verwaltung der Gedenkstätte dem Bundesministerium für Inneres.
Arbeitsschwerpunkte
Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen nimmt im Gedenkstättenbereich eine besondere Stellung ein, da sie folgenden Aspekten entsprechen muss:
- Ort des Geschehens
Der Ort selbst, wo die Verbrechen geschahen: in diesem Zusammenhang steht die Frage der Erhaltung der noch vorhandenen Objekte im Vordergrund. - Friedhof
Massengräber im Quarantäneblock und im ehem. Lager II: hier steht die Rücksichtnahme auf persönliche Trauer der Angehörigen, Nachkommen, sowie Überlebenden im Vordergrund. - Mahnmal
Denkmalhain und Gedenktafeln haben eine national, religiös, aber auch eine sozial und kulturell identifikationsbildende Funktion u.a. für Besucher, die nicht von der Shoah unmittelbar betroffen sind bzw. keine Nachfahren von Opfern sind. - Museum
Soll Interessierte informieren und aufklären, bzw. Wissen sowie historische Fakten vermitteln und in weiterer Folge der Ausgangspunkt sein, sich mit der Thematik Shoah weiter zu beschäftigen. Es ist auch jener Ort, der Jugendliche gegenüber Antisemitismus, Faschismus und Rassismus sensibilisieren soll.
Betreuungsangebot
- Neue Rundgang (startet mit Jänner 2011)
Zielgruppen: alle Besucherinnen und Besucher ab 14 Jahren
Dauer: 2 Stunden
Gruppengröße: Februar bis Oktober max. 30 Personen
November bis Jänner max. 15 Personen
Verfügbarkeit: täglich
Kosten: für Schulklassen und Jugendgruppen kostenlos
für andere Gruppen € 40,-
Buchung: Buchungsprogramm auf der Homepage der Gedenkstätte
Ab Jänner 2011
Der Rundgang beginnt beim Besucherzentrum gegenüber dem Parkplatz, wo sich die Gruppen beim Infopoint anmelden und vom Vermittler oder der Vermittlerin empfangen werden.
Der Weg des neuen Rundganges führt die Straße unterhalb der Lagermauer entlang zur Steinbruchkante, dann durch den Denkmalbezirk zum Lagertor und in den inneren Lagerbereich. Diese Route ermöglicht es besser als bisher, den Weg der Häftlinge nachzuvollziehen, sich mit Täterperspektiven auseinander zu setzen und vor allem die Wahrnehmung des Konzentrationslagers in der Gesellschaft zur Zeit des Nationalsozialismus zu thematisieren. Die Konfrontation mit Perspektiven von Opfern, Tätern und Umfeld ist ein grundlegendes Charakteristikum des neuen Rundganges.
Als Vermittlerinnen und Vermittler für den Rundgang stehen an der Gedenkstätte tätige Zivildiener und in zunehmendem Ausmaß Mitglieder des Vermittlerpools zur Verfügung, die eigens für ihre Vermittlungsaktivität an die Gedenkstätte kommen. Die Besucherinnen und Besucher stehen mit ihren Interessen und Fragen im Mittelpunkt. Sie sollen nicht durch Schock stumm gemacht, sondern zum Gespräch über das, was sie bewegt, angeregt werden.
- Rundgang mit Vor- und Nachgespräch
Zielgruppen: Schulklassen ab 14 Jahren und Jugendgruppen
Dauer: 3,5 Stunden
Gruppengröße: max. 15 Personen
Verfügbarkeit: zwei Buchungen pro Woche, max. vier Gruppen gleichzeitig
Kosten: kostenlos
Buchung: auf Anfrage bzw. nach individueller Vereinbarung unter bmi-vi-7@bmi.gv.at
Diese Vermittlungsform kombiniert den zweistündigen Rundgang mit einem Vorgespräch und Nachgespräch im Seminarraum, um die Interaktion zu verstärken.
Im Vorgespräch formulieren die jungen Besucher und Besucherinnen anhand von Materialien Fragen, die sie dann im Laufe des Rundganges stellen. Auf diese Weise tritt die Gruppe mit dem Vermittler oder der Vermittlerin in intensivere Gespräche ein als bei einem herkömmlichen Rundgang. Den Abschluss bildet eine Nachbesprechung der Eindrücke im Seminarraum.
Die Vermittler und Vermittlerinnen für den Rundgang mit Vor- und Nachgespräch sind speziell dazu ausgebildete Mitglieder des Vermittlerpools.
- Workshops
_ Workshop „Lebensgeschichten“
Zielgruppen: Schulklassen und Jugendgruppen ab 14 Jahren
Voraussetzung: Rundgang
Dauer: 2 Stunden
Gruppengröße: max. 30 Personen
Verfügbarkeit: einmal pro Monat (vorgegebene Tage und Uhrzeiten)
Kosten: kostenlos
Buchung: auf Anfrage bzw. nach individueller Vereinbarung mit
Maria Ecker (maria.ecker@bmi.gv.at)
Der Workshop beleuchtet die Lebensgeschichten einzelner Menschen und deren Erinnerungen an das Konzentrationslager Mauthausen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen beschäftigen sich in Kleingruppen mit ausgewählten Quellen (Schwerpunkt auf audiovisuelle Medien wie Interviews, Ausschnitte aus Dokumentationen, …), und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend im Plenum. Der biographische Zugang eignet sich besonders dazu, die menschliche Dimension der Geschichte deutlich zu machen, und stellt deshalb eine wichtige Ergänzung zum Rundgang dar.
Der Workshop ist bewusst offen konzipiert: die spezifischen Quellen und Methoden können so auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe (Alter, Herkunft, Vorwissen, Interessen etc.) abgestimmt werden.
_ Workshop „Literarische Annäherungen an Mauthausen“
Zielgruppen: Schulklassen und Jugendgruppen ab 14 Jahren
Voraussetzung: Rundgang
Dauer: 2 Stunden
Gruppengröße: max. 30 Personen
Verfügbarkeit: einmal pro Monat (vorgegebene Tage und Uhrzeiten)
Kosten: kostenlos
Buchung: auf Anfrage bzw. nach individueller Vereinbarung mit
Christian Angerer (christian.angerer@bmi.gv.at)
In der Auseinandersetzung mit literarischen Texten über das Konzentrationslager Mauthausen können historische Eindrücke und das Nachdenken über Geschichte besser diskutiert bzw. gefördert werden. Von größtem Wert sind für uns die Erfahrungsberichte von Überlebenden, die uns einen Eindruck von der Auswirkung des systematischen Terrors auf den einzelnen Menschen geben. Aber auch Autoren und Autorinnen, die das Lager nicht erlebt haben, erschließen uns durch Erzählungen, Dramen und Gedichte die Perspektiven von Opfern, Tätern, Umfeld und Nachwelt. Bestimmte Themen, wie z.B. die „Mühlviertler Hasenjagd", finden in der Literatur besondere Beachtung.
Im Workshop werden Beispiele literarischer Texte über das Konzentrationslager-System Mauthausen anhand von Leitfragen gelesen und diskutiert. Die Auswahl der Texte wird auf die Wünsche und Bedürfnisse der Gruppe abgestimmt.
- Audio-Guides
Diese stehen alternativ zur persönlichen Betreuung für Einzelpersonen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und bieten die Möglichkeit, auf dem Rundgang durch das frühere Häftlingslager Informationen zur Geschichte des KZ Mauthausen und zu den einzelnen Orten/Themenbereichen abzurufen. Die durchschnittlich 2 bis 3 Minuten langen Texte geben keine festgelegte Reihenfolge vor. Sie präsentieren jeweils thematisch geschlossene Erklärungen zur Funktion und Geschichte der einzelnen Lagerbereiche und Gebäude bzw. zu Themen und Fragestellungen, die für das Verständnis des KZ-Systems wichtig sind.
Dabei gehen die Texte auf verschiedene Aspekte der Lebensbedingungen der Häftlinge und auf die besonderen Bedingungen einzelner Häftlingsgruppen ebenso ein wie auf allgemeine Strukturen und Mechanismen. Die Erläuterungen werden durch Zitate aus Erlebnisberichten und Aussagen von ehemaligen Mauthausen-Häftlingen ergänzt. Für diese Zitate wurden Berichte aus verschiedenen Ländern und von Angehörigen unterschiedlicher Häftlingsgruppen ausgewählt. Ihre Erzählungen geben aus subjektiver Perspektive die individuellen und kollektiven Erfahrungen der Häftlinge wieder.
In einer zweiten Ausbaustufe sollen diese beiden Informationssysteme auf den äußeren Bereich des ehemaligen Konzentrationslagers – SS-Baracken, Werkstätten, Steinbruch und Sanitätslager – ausgedehnt werden.
Die Audio-Guides können kostenlos nach Leistung eines Einsatzes von € 40,- pro Gerät entlehnt werden; der Einsatz wird bei Retournierung rückerstattet. Dauer des Rundganges: ca. 1 ¼ Stunden.
- Filmvorführungen
Die Dokumentation "Mauthausen. Rückkehr unerwünscht" wird in deutscher, englischer, italienischer oder französischer Sprache zu jeder vollen Stunde gezeigt. Zwei Stunden vor Schließung findet die letzte Vorführung statt. Der Besuch ist kostenlos. Dauer: 45 Minuten.

