27. Jänner: Internationaler Holocaust-Gedenktag

Vor 72 Jahren wurde das KZ Auschwitz befreit.

Veranstaltungen zum 27. Jänner:

Burgenland – Enthüllung einer Gedenktafel.

Kärnten/ Koroska - Matinee zum internationale Holocaust-Gedenktag
Oberösterreich – Gedenkveranstaltung in Wels.
Oberösterreich – Gedenkveranstaltung im Alten Rathaus in Linz.
Steiermark – Verlegung von Stolpersteinen anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27.1.2017
Steiermark - Gedenkveranstaltung in Graz.
Vorarlberg– Vortrag und Diskussion im Salomon Sulzer Saal Hohenems.

Wien  –„Jetzt Zeichen setzen“ Gedenkveranstaltung am Heldenplatz.
Wien - Gedenkveranstaltung - Letzte Orte vor der Deportation - Die Sammellager in Wien-Leopoldstadt


Hintergrund

 

Im November 2005 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Jänner, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt. In Deutschland und vielen anderen, nicht nur europäischen Ländern ist dieser Tag zu einem Fixpunkt im jährlichen Gedenkkalender geworden. Österreich hat sich 1997 nicht für den 27. Jänner als Holocaust-Gedenktag entschieden, sondern für den 5. Mai, den Tag der Befreiung des KZ Mauthausen.

Er ist ein "DenkTag", denn Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist und bleibt die lebendige Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Gedenkrede des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki am 27. Januar 2012 anlässlich des Holocaust-Gedenktages vor dem Deutschen Bundestag.

"Ich soll heute hier die Rede halten zum jährlichen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Doch nicht als Historiker spreche ich, sondern als ein Zeitzeuge, genauer: als Überlebender des Warschauer Ghettos. 1938 war ich aus Berlin nach Polen deportiert worden. Bis 1940 machten die Nationalsozialisten aus einem Warschauer Stadtteil den von ihnen später sogenannten "jüdischen Wohnbezirk". Dort lebten meine Eltern, mein Bruder und schließlich ich selber. Dort habe ich meine Frau kennengelernt." Mehr - link

Mehr über das KZ Auschwitz im Modul "Deportation, Lager, Massenmord" von der Lern-DVD "Das Vermächtnis" - download

Sonja Waitzner, geb. 1926 in Wien, kann 1939 mit ihrem Vater und den zwei Brüdern nach Brüssel flüchten. Von dort wird sie 1944 in das KZ Auschwitz deportiert. Sie überleben, ihre Mutter kommt um.

Franz Rosenbach, geb. 1927 in Horatitz, wird 1943 gemeinsam mit seiner Sinti-Familie in das KZ Auschwitz deportiert. Außer Franz überleben nur zwei Schwestern, fünf Mitglieder der Familie werden ermordet.

Ausschnitte der Video-Zeugnisse von Sonja Waitzner und Franz Rosenbach finden Sie - hier

 

Anregungen für Gedenkveranstaltungen

 

Leitfaden der International School for Holocaust Studies zur Vorbereitung und Gestaltung von Holocaust-Gedenktagen. Der Text enthält Vorschläge für die Gestaltung von Aktivitäten im Zusammenhang mit den jährlichen Holocaust-Gedenktagen. - link

Ausführliche Informationen, Dokumente und Internet-Ausstellungen zum Thema Völkermord an den europäischen Juden finden Sie auf der Homepage der Gedenk- und Bildungsstätte  Haus der Wannsee-Konferenz. - link

Informationen des Demokratiezentrums Wien zum Gedenktag: - link

Dossier der Zentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg: - link

Dossier der deutschen BPB zum 27. Jänner: - link

Handreichung für die Schule aus der Schweiz:

Handreichungen des Informationszentrums IDES der EDK- link

Der Kanton Luzern setzt sich mit dem Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner von der Volksschule bis zur Hochschule intensiv auseinander und bietet seinen LehrerInnen dazu ausführliches didaktisches Material an: "Menschen mit Zivilcourage" - link

In Großbritannien bietet der Holocaust Memorial Trust nicht nur vielfältige Anregungen und Informationen, sondern auch eine Möglichkeit zum Gedenken - link

Zur UN-Deklaration des "International Day of Commemoration in Memory of the Victims of the Holocaust" (27. Januar). Hier weitere internationale Links zum Thema. - link

Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE/ODIHR): Übersicht über “Holocaust Memorial Days in the OSCE Region - An overview of governmental practices”: - link

Themendossier "Völkermord" (Zentrum polis): - link

New Online Course at the ISHS: "Auschwitz: History of a Death Camp": - link

Yad Vashem Educational Materials: - link

 

5. Mai - Österreichischer Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

- mehr lesen

Heidemarie Uhl über den 27. Jänner, den österreichischen Gedenktag am 5. Mai und die Bedeutung des Holocaust-Gedenkens - link


Gedenkstätte Auschwitz

Informationen zur Gedenkstätte Auschwitz - link

Internationales Auschwitz-Komitee - link
"Photographische Fragmente - Auschwitz" - link
Informationsseite der Universität Linz zu Auschwitz - link
Als erster deutscher Bundespräsident hielt Christian Wulf am 27. Januar 2011 in Auschwitz eine Rede: - link
Und der Sinto Zoni Weisz hielt im deutschen Bundestag eine viel beachtete Rede: -link
Gedenkfahrten für österreichische Schulen nach Auschwitz:
„March of Remembrance and Hope – Austria“ (MORAH) - link

Gedenkinitiativen zum Internationalen Holocaust-Gedenktag 2015 in Österreich (70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz)

Frau BM Heinisch-Hosek: "Erinnerung aufrecht zu erhalten geht uns alle an" - _erinnern.at_ informiert und sensibilisiert LehrerInnen und SchülerInnen:

- link - download

Jetzt Zeichen setzen!
70 Jahre Befreiung von Auschwitz – 70 Jahre Bauen an einem demokratischen, offenen Österreich und Europa. www.jetztzeichensetzen.at

Mit dem Hashtag #HMD2017 twittert MR Sigrid Steininger (Abt. Politische Bildung) auf www.twitter.com/Gedenkjahre Veranstaltungen und Informationen zum Holocaustgedenktag.

 

abgelegt unter:
Besuch der Gedenkstätte KZ Auschwitz
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