Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite / Bundesländer / Österreich / Gedenktage / 27. Jänner: Internationaler Holocaust-Gedenktag / 27. Jänner: Internationaler Holocaust Gedenktag. Kein Thema für Österreich?

27. Jänner: Internationaler Holocaust Gedenktag. Kein Thema für Österreich?

Erinnern und Zeichen setzen - Gedenken als Auftrag - Aktionswoche mit Großkundgebung auf dem Heldenplatz gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus

In vielen Ländern ist der Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner ein wichtiger Tag im "Gedenkkalender". An diesem Tag wurde das KZ Auschwitz befreit. Österreich begeht den 5. Mai als nationalen Gedenktag.
 

Im November 2005 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Jänner, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt. In Deutschland und vielen anderen, nicht nur europäischen Ländern ist dieser Tag zu einem Fixpunkt im jährlichen Gedenkkalender geworden. Österreich hat sich 1997 nicht für den 27. Jänner als Holocaust-Gedenktag entschieden, sondern für den 5. Mai, den Tag der Befreiung des KZ Mauthausen.

Er ist ein "DenkTag", denn Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft. Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist und bleibt die lebendige Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte.  - link

 

International Holocaust Remembrance Day:- link

Valerie Wendenburg: Popularisierung von Auschwitz (tachles, 27.1.2012): - link

 

Podiumsdiskussion am 25. Jänner 2012: Gedenken als Auftrag

Psychosoziales Zentrum ESRA, Tempelg. 5,1020 Wien (Veranstalter:
AMCHA Österreich, ESRA, DÖW:     ): :  :    - link

 

Die Plattform "Jetzt Zeichen setzen" veranstaltet vom 20.-27. Jänner eine Gedenk- und Aktionswoche. - link

Im Rahmen dieser Gedenk- und Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus finden am 27. Jänner 2012 ab 18.30 Uhr eine Großkundgebung und ein Konzert am Heldenplatz statt!

 - link--

 

Erklärung zum 27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - link

Zur UN-Deklaration des "International Day of Commemoration in Memory of the Victims of the Holocaust" (27. Januar). Hier weitere internationale Links zum Thema. - link

Ausführliche Informationen, Dokumente und Internet-Ausstellungen zum Thema Völkermord an den europäischen Juden finden Sie auf der Homepage der Gedenk- und Bildungsstätte  Haus der Wannsee-Konferenz. - link

Die im Jahre 1998 gegründete Task Force for International Co-operation on Holocaust Education, Remembrance and Research (www.holocausttaskforce.org), der auch Österreich angehört, ermutigt und unterstützt das Holocaust-Gedenken.

 

Gedenkrede des Literaturkritikers Marcel Reich-Ranicki am 27. Januar 2012 anlässlich des Holocaust-Gedenktages vor dem Deutschen Bundestag.

"Ich soll heute hier die Rede halten zum jährlichen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Doch nicht als Historiker spreche ich, sondern als ein Zeitzeuge, genauer: als Überlebender des Warschauer Ghettos. 1938 war ich aus Berlin nach Polen deportiert worden. Bis 1940 machten die Nationalsozialisten aus einem Warschauer Stadtteil den von ihnen später sogenannten "jüdischen Wohnbezirk". Dort lebten meine Eltern, mein Bruder und schließlich ich selber. Dort habe ich meine Frau kennengelernt." Mehr - link

 

Gedanken für den Tag (ORF 1, 27.1.2011):  "Erinnere Dich!" - von Kurt Fuchs, 86, als Sohn einer jüdischen Familie in Österreich geboren, lebt heute in Australien.

"Das Schweigen über die Vernichtung, für die der Name Auschwitz steht, wäre eine Fortsetzung, wenn nicht Bestätigung der Vernichtung. Dieser Gedanke steht hinter dem '614'. Gebot, das der jüdische Religionsphilosoph Emil Fackenheim den 613 jüdischen Geboten hinzugefügt hat; er nennt es die 'fordernde Stimme von Auschwitz', wenn er schreibt: 'Es ist den Juden verboten, Hitler zu posthumen Siegen zu verhelfen. Angesichts der Vernichtung sollen die Juden die Erinnerung an die Toten bewahren und als Juden leben, und sie sollen weder an Gott noch an der Menschheit verzweifeln“. Kurt Fuchs ist Überlebender der Shoa. Vor 86 Jahren wurde er in Wien geboren. Fast seine gesamte Familie wurde in Auschwitz ermordet.  - link

 

Stellungnahme des Vereins GEDENKDIENST zum Befreiungstag am 27. Jänner 2007

Auschwitz - für Österreich kein Thema?

Am 27. Jänner 1945 wurde Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Der Jahrestag, immerhin seit einigen Jahren Europäischer Gedenktag, ist in Österreich kein Thema.

Wie sonst ist zu erklären, dass von den ca. 1,3 Mio. BesucherInnen, die 2009 die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht haben, laut offizieller Besucherstatistik gerade einmal 4400 aus Österreich kommen? Damit liegt Österreich auf Platz 24, hinter Kanada, China und Singapur. Ein deutlicheres Zeichen dafür, dass der Ort mit der höchsten Symbolkraft für den nationalsozialistischen Massenmord in der geistigen Landkarte Österreichs fehlt, ist eigentlich nicht denkbar. http://www.studienfahrten.at/

Gedenken wir überhaupt? Auschwitz ist auf der geistigen Landkarte Österreichs nicht zu finden - Rede von Adalbert Wagner (Gedenkdienst) anlässlich des 65. Befreiungstages von Auschwitz. - link

5. Mai: Österreichischer Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus - mehr lesen

Heidemarie Uhl über den 27. Jänner, den österreichischen Gedenktag am 5. Mai und die Bedeutung des Holocaust-Gedenkens - link

Informationen zur Gedenkstätte Auschwitz - link

Internationales Auschwitz-Komitee - link
 
"Photographische Fragmente - Auschwitz" - link
 
Informationsseite der Universität Linz zu Auschwitz - link
 
 
 
 
Rede des Israelischen Präsidenten Shimon Peres anlässlich des 65. Befreiungstages von Auschwitz im Deutschen Bundestag (27. Januar 2010) - link
Als erster deutscher Bundespräsident hielt Christian Wulf am 27. Januar 2011 in Auschwitz eine Rede: - link
Bericht in der ARD-Tagesschau: - link
Und der Sinto Zoni Weisz hielt im deutschen Bundestag eine viel beachtete Rede: -link
Zum ersten Mal gedachte auch die Türkei am 27.1.2011 offiziell der Holocaust-Opfer: - link
 
 

Wie kann der Holocaust-Gedenktag an den Schulen produktiv genützt werden? Anregungen für den Unterricht

 

Eine nützliche Handreichung aus der Schweiz: Der Kanton Luzern setzt sich mit dem Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner von der Volksschule bis zur Hochschule intensiv auseinander und bietet seinen LehrerInnen dazu ausführliches didaktisches Material an: http://www.holocaust.edulu.ch/

Die umfangreichen geschichtsdidaktischen Impulse und Materialien aus dem Jahr 2005 sollen nachhaltig wirken und über ihren thematischen Kern hinaus eine Förderung der Geschichtsvermittlung insgesamt sein:

http://www.holocaust.edulu.ch/pdf/04Holocaust_didaktischerHintergrund.pdf

Zu den Aktivitäten der UNO siehe die Homepage "The Holocaust and the United Nations": - link

Das "Footprints for Hope Project" setzt sich zum Ziel,  Jugendlichen ab 13 Wissen über den Holocaust zu vermitteln. - link 

 In Großbritannien bietet der Holocaust Memorial Trust nicht nur vielfältige Anregungen und Informationen, sondern auch eine Möglichkeit zum Gedenken - link

Besuch in Auschwitz: Fahrt des Vereins Gedenkdienst
Besuch in Auschwitz: Fahrt des Vereins Gedenkdienst
Kombinat Media Gestalteer GmbH