Internationaler Holocaust-Gedenktag – Überlebende des Holocaust berichten

ZeitzeugInnen erinnern sich an das KZ Auschwitz. Vor 72. Jahren, am 27.01.1945, wurde das KZ Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages, der an den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gelegt wurde, möchten wir die Stimmen der Überlebenden von Auschwitz zu Wort kommen lassen.

Eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2005 erklärte den 27. Jänner offiziell zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Weltweit finden an diesem Tag Gedenkveranstaltungen statt.

Das KZ Auschwitz wurde zum Synonym für den Holocaust. Insgesamt kamen in Auschwitz Schätzungen zufolge etwa 1,1 Millionen Menschen um: rund 1 Million Jüdinnen und Juden, ca. 21.000 Roma und Sinti, 15.000 sowjetische Kriegsgefangene und mehr als 80.000 aus politischen und anderen Gründen nach Auschwitz Deportierte.

Sonja Waitzner wuchs in Wien und in einem Kinderheim in Niederösterreich auf. Nach dem „Anschluss“ gelang ihr gemeinsam mit ihrer Familie zuerst die Flucht, doch das Vorrücken der Wehrmacht holte die Familie Waitzner ein. 1944 wurde Sonaj Waitzner gemeinsam mit ihrer Stiefmutter nach Auschwitz deportiert.

 

Josef Harry Linser wuchs im dritten Wiener Gemeindebezirk auf. Er wurde gemeinsam mit seinem Vater zu erst nach Terezin/ Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz deportiert. Nach der Befreiung kam Linser nach Wien zurück und entschied sich aber bald dafür illegal nach Israel zu reisen.

 

Franz Rosenbach, geboren 1927 in Horatitz, wurde als Sinto verfolgt, er wurde 1943 gemeinsam mit seiner Sinti-Familie in das KZ Auschwitz deportiert. Außer Franz überleben nur zwei Schwestern, fünf Mitglieder der Familie werden ermordet. Seine Geschichte wird auch in der Ausstellung "darüber sprechen" präsentiert.

 

Ceija Stojka war eine der 2900 österreichischen Roma und Sinti die nach Auschwitz deportiert wurden, Stojka wurde als zehnjährige mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern nach Auschwitz deportiert. Viele Ihrer Verwandten wurden von den Nationalsozialisten ermordet, ihr Vater im Schloss Hartheim bei Linz, ihr Bruder in Auschwitz.

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Oskar Schiller, ist mit Burgenland in einer religösen Familie aufgewachsen. Von 36 Verwandten überleben nur zwei die Konzentrationslager. „Leider Gottes, die Nachwirkungen des KZ sind immer noch da. Es gibt Alpträume, es gibt Zeiten wo ich dran denk‘ … wo ich dann nicht mehr … das ist dann eine schlimme Zeit“

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