4. Mai 2012: Präsentation "ein Mensch ist ein Mensch" - Rassismus, Antisemitismus und sonst noch was...

Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie _erinnern.at_ laden am 4. Mai 2012 um 15.00 zur Präsentation eines neuen Unterrichtsmaterials über Antisemitismus und Rassismus ein. Präsentationsort ist der Audienzsaal des BMUKK, Wien, Minoritenplatz 5.

Antisemitismus, Rassismus und andere ausgrenzende Haltungen erzeugen Feindbilder, machen Angst und gefährden ein friedliches Miteinander. Sie zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten dagegen aufzuzeigen ist Aufgabe des neuen Arbeitshefts für österreichische Schulen.
_erinnern.at_ baut dabei auf Lehr- und Lernunterlagen auf, die von der OSZE/ODIHR (Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte) und dem Anne Frank Haus (Amsterdam) für dreizehn europäeuropäische Staaten produziert wurden. Den Stimmen von Jugendlichen kam bei der Entwicklung besondere Bedeutung zu.

Programm:
Begrüßung: Hanspeter Huber, BMUKK – Leiter der Sektion Internationale Angelegenheiten

Floriane Hohenberg, OSZE/ODIHR Warschau
Karen Polak, Anne Frank Haus Amsterdam
Werner Dreier, _erinnern.at_

Rassismus, Antisemitismus und sonst noch was…
Podiumsgespräch mit Rebecca Strobl, Doron Fischman, Temitope Favour Adams, Mohamed Abdel Keream, Maria Ecker, Albert Lichtblau (Moderation: Iris Frühmann-Pribil)

Einladungskarte: - download

 

Stimmen von Jugendlichen:

Doron: Wenn ich in einen Park Basketball spielen gehe, dann habe ich schon öfters von den anderen, die Fußball spielen, gehört, wie sie zu jemand, der etwas nicht gut macht, sagen: „Du Scheißjude!“ Man verwendet das Wort „Jude“ einfach als Beleidigung. Entweder sie wissen es nicht und machen es aus Gruppenzwang oder sie machen es wirklich aus Hass. Aus Hass oder irgendeinem Grund.

Temitope Favour: Ich war einmal unterwegs und dann kommt ein Mann. Als wir so nebeneinander sind, sagt er: "Nigger". Ich schaue ihn an und dachte nur: “Wenn ich mit ihm rede, ist es für mich nur sinnlos.“ Ich dachte: “Er ist wahrscheinlich verwirrt und sagt deswegen Nigger.“ Wahrscheinlich hat er noch viele Wörter in sich und wartet nur darauf, dass ich reagiere. Dann kann er mit mir anfangen zu streiten. Doch ich kann einfach nicht schimpfen, das habe ich nie gelernt.

Beckhan: Die Österreicher wissen nicht viel über Tschetschenen. Jeder denkt, es sind Terroristen. Wir haben zwar eine andere Religion und Kultur, aber ein Mensch ist ein Mensch. Die Achtung vor allen ist ja wichtig. Das ist die größte Weisheit. Die Achtung vor allen, egal woher man kommt. Das wär schön. 

 

Mit Unterstützung des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus

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Präsentation 4. Mai 2012
Präsentation 4. Mai 2012
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