Individualisieren Sie das Geschehene, indem Sie Statistiken in persönliche Geschichten übersetzen.

Statistische Untersuchungen sind wichtig und Lehrer/innen sollten einen Weg finden, um ihren Schüler/innen das Ausmaß des Holocaust und die damit verbundenen Zahlen zu verdeutlichen. Aber viele Jugendliche haben Schwierigkeiten, die Tragödie des Holocaust zu begreifen, wenn sie nur in statistischen Dimensionen vermittelt wird.

Den Schüler/innen sollte die Möglichkeit gegeben werden, die von den Nationalsozialisten Verfolgten  nicht nur als gesichtslose Masse von Opfern wahrzunehmen, sondern als Einzelpersonen. Verwenden Sie Fallstudien, Zeugnisse von Überlebenden, Briefe und Tagebücher aus dieser Zeit, um die Erlebnisse der Menschen zu verdeutlichen und sicherzustellen, dass die Schüler/innen verstehen, dass hinter jedem "statistischen Fall" eine Person steht, ein Individuum mit einem Leben vor dem Holocaust, mit Freunden und Familie. Heben Sie immer die Würde der Opfer hervor.

Eine Erforschung des Holocaust, die stereotype Ansichten nicht in Frage stellt – etwa dass alle Täter verrückt oder sadistisch, alle Retter heroisch, gut und freundlich und alle Zuschauer teilnahmslos waren – läuft Gefahr, die Akteure der Vergangenheit zu entmenschlichen und sie als Karikaturen statt als wirkliche Menschen darzustellen.

Wenn Lehrer/innen sich auf die Geschichten einzelner Menschen konzentrieren, auf moralische Dilemmata und Entscheidungen, die getroffen wurden, können sie die Geschichte des Holocaust für Jugendliche direkter erfahrbar und vorstellbarer machen und damit eine Verbindung zum heutigen Leben herstellen.

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