Ausstellung: "Sobibór. Erinnerung verjährt nicht" in Wien

Die Ausstellung ist von 30. März bis 5. Juni 2017 im Foyer der Hauptbibliothek der Universität Wien und im Gang vor der Bibliothek zu sehen.
30.03.2017 18:00   -  05.06.2017 18:30   |  

In Sobibór, Belzec und Treblinka wurden in den Jahren 1942 und 1943 im Zuge der "Aktion Reinhard" etwa 1,5 Millionen Juden und Jüdinnen in Gaskammern ermordet.

Die Geschichte dieser Vernichtungslager ist eng mit der von österreichischen Nationalsozialisten verbunden. Odilo Globocnik, ein Kärntener SS-Angehöriger, zeichnete sich für die Vernichtungsaktion verantwortlich.

Franz Stangl, zuvor Büroleiter in der NS-Tötungsanstalt Hartheim in Oberösterreich, war Kommandant von Sobibór und dann Treblinka. Franz Reichleitner, sein Stellvertreter in Hartheim, folgte ihm als Kommandant von Sobibór nach. Nach einem Aufstand der Häftlinge wurde das Vernichtungslager Sobibór dem Erdboden gleichgemacht und die Spuren des Massenmordes an 250.000 Menschen wurden verwischt.

Zur Ausstellung

„Die Geschichte des deutschen NS-Vernichtungslagers Sobibór ist immer noch voll von Geheimnissen. Die Ergebnisse der archäologischen Arbeiten, die in den Jahren 2000–2015 auf dem Gelände des ehemaligen Lagers durchgeführt worden sind, können uns einen Einblick darüber verschaffen, "wie es wirklich war". Dieses Wissen ermöglicht es uns, die Wahrheit über diesen Ort zu erfahren. Für uns heutzutage ist das Lager nur ein mittels unserer Vorstellungskraft gebildeter Begriff. Das deutsche Vernichtungslager aber existierte wirklich. Davon zeugen die uns hinterlassenen Berichte der Überlebenden und die in der Erde entdeckten Artefakte. Zum damaligen Sobibór haben wir keinen Zugang mehr. Jedoch sind wir dazu berechtigt, die Geschichte über Sobibór niederzuschreiben und damit unsere Erinnerung an die Geschichte, die wir nicht vergessen dürfen, zu bewahren.“ (Marek Bem, Kurator der Ausstellung)

Link: Bibliothek der Universität Wien

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Ausstellungsplakat "Sobibór. Erinnerung verjährt nicht"
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