Langer Tag der Flucht 2019

Langer Tag der Flucht mit zahlreichen Veranstaltungen am 27. September 2019 in ganz Österreich. _erinnern.at_ bietet mehrere Lernmaterialien zum Thema.
27.09.2019   -  28.09.2019   |  

Der „Lange Tag der Flucht“ ist eine jährliche, österreichweite Initiative zu den Themen Flucht, Asyl und Zusammenleben. 2012 von der UNHCR Österreich ins Leben gerufen, findet der Tag seither jedes Jahr Ende September mit zahlreichen Veranstaltungen statt. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Begegnungen und die Möglichkeit, sich persönlich und direkt über Flucht und Asyl zu informieren.

Vielfältiges Programm – auch für Schulklassen

Organisationen und Institutionen aus unterschiedlichsten Bereichen nehmen mit eigenen Projekten oder eigens für den „Langen Tag der Flucht“ ins Leben gerufene Events teil, darunter Workshops, Lesungen, Ausstellungen, Kinovorstellungen, Diskussionen etc.

Neben einem umfassenden allgemeinen Programm wird jedes Jahr ein spezielles Programm für Schulklassen zusammengestellt. Bei Workshops, Lesungen, Theaterstücken etc. werden SchülerInnen die Themen Flucht, Asyl und Integration nähergebracht.

 

Über Flucht im Unterricht sprechen

_erinnern.at_ bietet mehrere Unterrichtsmaterialien die das Thema Flucht im Unterricht besprechbar machen. Wenn es heute in Österreich über asylsuchende Flüchtlinge zu hitzigen Debatten kommt, wird eines oft vergessen: Es ist noch nicht so lange her, dass Österreicher und Österreicherinnen selbst aus diesem Land flüchten mussten. Nur so konnten sie ihr Leben vor dem nationalsozialistischen Terror retten. Eines jener Länder, in denen österreichische Juden und Jüdinnen ab 1938 Zuflucht fanden, war das damals unter britischem Mandat stehende Palästina, das spätere Israel. Die Fluchtgeschichten einiger dieser Flüchtlinge wurden auf der Lern-Website neue-heimat-israel.at für die Schule, mittels Video-Interviews, aufbereitet.

Die interaktive Lern-App „Fliehen vor dem Holocaust. Meine Begegnung mit Geflüchteten“ erschließt Jugendlichen über das Medium Film einen Zugang zu historischen Fluchterfahrungen. Sie kann sowohl im Unterricht als auch in der Jugendarbeit oder individuell genutzt werden. Für Lehrpersonen steht ein informatives Handbuch bereit.

In „Stories that Move“, einer interaktiven digitalen Lernressource, kommen junge Flüchtlinge selbst zu Wort. SchülerInnen können dort Video-Interviews mit jungen Geflüchteten sehen und erfahren mehr über ihre Lebensumstände. Hier finden sie einige Beispiele: - Link

Das Material „Fluchtpunkte. Bewegte Lebensgeschichten zwischen Europa und Nahost“ stellt sieben exemplarische Lebensgeschichten mit Flucht- und Migrationserfahrungen vor, welche die Verflechtungen der deutschen und österreichischen Geschichte mit der Geschichte des Nahen Ostens sichtbar und besprechbar machen. Die Biographien werden durch sechs Lernmodule didaktisch erschlossen. Die Lebensgeschichten ermöglichen die Diskussion über strukturgeschichtliche und politische Prozesse, Identitätsbilder und unterschiedliche Narrative. Die Themen Flucht und Migration sowie Antisemitismus und Rassismus werden im Kontext der Geschichte des Nationalsozialismus und unter Berücksichtigung der Folgen historischer europäischer (Nahost-)Politik bearbeitbar. Das Lernmaterial eignet sich für SchülerInnen ab 14. Jahren.

 

Links:

Programm und Hintergrundinfos: - Link


Attachments
abgelegt unter:
Langer Tag der Flucht, Sujet 2016
Langer Tag der Flucht, Sujet 2016
Das Material „Fluchtpunkte. Bewegte Lebensgeschichten zwischen Europa und Nahost“ stellt sieben exemplarische Lebensgeschichten mit Flucht- und Migrationserfahrungen vor.
Das Material „Fluchtpunkte. Bewegte Lebensgeschichten zwischen Europa und Nahost“ stellt sieben exemplarische Lebensgeschichten mit Flucht- und Migrationserfahrungen vor.
Kombinat Media Gestalteer GmbH