Zeitzeugengespräch mit Kurt Gutfreund

Zeitzeugengespräch mit Kurt Gutfreund. Gutfreund wurde als Kind nach Theresienstadt deportiert und 1945 dort befreit. Eine Veranstaltung des Zentrums für Translationswissenschaft der Universität Wien.
21.03.2019  |  15:30  -  17:30   |  


Kurt Gutfreund wurde 1938 in eine jüdische Familie in Wien geboren. Sein Vater Heinrich wurde 1942 nach Maly Trostinec (Weißrussland) deportiert und dort sofort ermordet. Kurts Großvater Sigmund wurde 1942 gemeinsam mit seiner Frau mit dem ersten Transport von Wien nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter nach Treblinka, wo beide ermordet wurden. An seinem fünften Geburtstag, am 6. Jänner 1943, wurde Kurt gemeinsam mit seiner Mutter Hildegard nach Theresienstadt deportiert. Am 8. Mai 1945 wurden sie von der Roten Armee befrei und kehrten nach Wien zurück, wo Kurt die Schule besuchte. Anfang der 1950er Jahre emigrierte er allein in die USA und ließ sich in Chicago nieder. Er arbeitete zunächst in einem Kaufhaus und wurde schließlich Inhaber eines Kinderbekleidungsunternehmens. 2003 ging er in Pension. Er hat drei Kinder und zwei Enkelkinder und reist sehr gerne, vor allem nach Wien. Ende März 2019 wird Kurt Gutfreund  gemeinsam mit der österreichischen Bundesregierung anlässlich der Eröffnung des Mahnmals für die ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden nach Maly Trostinec reisen.

 

Ort: Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien, Seminarraum 6,Gymnasiumstraße 50, 1190 Wien

Zeit: 15:30 - 17:30

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