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80 Jahre Novemberpogrom - Lichtzeichen an der Universität Wien Gedenkfeier und Lichtinstallation des jüdischen Museums Wien am Campus der Uni Wien

Hof 6 des Campus der Universität Wien, 1090 Wien, Spitalgasse 2
08.11.2018  |  18:00  -  19:00   |  

Mit einem Lichtzeichen am Campus der Uni Wien wird am Donnerstag, 8.November, um 18:00 ein weiteres Erinnerungsprojekt an der Universität Wien eröffnet. im Rahmen des Projekts "OT" des Jüdischen Museums Wien erinnert eine künstlerische Lichtinstallation an 25 Standorten in Wien an die 1938 zerstörten Synagogen. So gedenkt auch die Universität Wien der Schändung und Beschädigung der ehemaligen Spitalsynagoge im Jahr 1938.

 

Im Gedenkjahr 2018 erinnert die Universität Wien gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Wien am Donnerstag, 8. November 2018 an das Novemberpogrom 1938 und seine verheerenden Folgen für die jüdische Bevölkerung Wiens. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden über 2.700 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität vertrieben, im Zuge des Novemberpogroms die meisten Wiener Synagogen
zerstört und in Brand gesteckt. Nur zwei Synagogengebäude blieben - schwer beschädigt und geschändet - überhaupt erhalten, darunter auch jene am Campus der Universität Wien.

Das Projekt "OT" (hebräisch für Symbol oder Zeichen), eine Kooperation des Jüdischen Museums Wien mit der Universität für Angewandte Kunst erinnert mit der Lichtinstallation des Künstlers Lukas Kaufmann in Form eines verbogenen Davidsterns an die Opfer der Pogromnacht und an die verschwundenen Spuren des jüdischen Lebens in Wien.

Vergangenheit sichtbar machen

Eine solche Spur befindet sich auch am Campus der Universität Wien, wo die Künstlerin Minna Antova das ehemalige Bethaus im Auftrag der Universität Wien in das begehbare "Denkmal Marpe Lanefesh" umgestaltet hat.

Das Denkmal dient als Aufbewahrungsort für das "Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938" - eines von mehreren  Erinnerungsprojekten, mit dem das Forum "Zeitgeschichte der Universität Wien" die universitäre Vergangenheit aufarbeitet. Seit 2009 ist das Gedenkbuch auch online abrufbar (http://gedenkbuch.univie.ac.at) und enthält über 2.300 Einträge vertriebener Universitätsangehöriger. "Das Gedenkbuch versteht sich sowohl als Ehrung der Betroffenen als auch als Möglichkeit, diese und ihre Nachfahren international mit der aktuellen Forschung zu vernetzen", so Herbert Posch, Mitarbeiter im Forum Zeitgeschichte und Redakteur des
Gedenkbuchs.

Nach einer Begrüßung durch Vizerektorin Christa Schnabl und Gabriele Kohlbauer-Fritz, Sammlungsleiterin des Jüdischen Museum Wien, einleitenden Worten von Herbert Posch, Institut für Zeitgeschichte, und dem Erleuchten des Lichtzeichens, besteht neben einer Begehung des Denkmals Marpe Lanefesh die Möglichkeit, das sonst nicht öffentlich zugängliche Gedenkbuch und die Online-Datenbank einzusehen.

Das Denkmal Marpe Lanefesh ist ebenso Teil der "Achse der Erinnerung" (www.univie.ac.at/achse): an mehreren Standorten am Campus der Universität Wien sind QR-Codes angebracht, mit dem sich die Geschichte der Orte digital nachvollziehen lässt.

Lichtzeichen zur Erinnerung an die Novemberpogrome 1938
Zeit: Donnerstag, 8.11. ab 18:00
ORT: Hof 6 des Campus der Universität Wien, 1090 Wien, Spitalgasse 2

 

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