Geschichte durch Geschichten: Erinnerungen jüdischer SchülerInnen der Karajangasse an das Jahr 1938

Festsaal des GrgORg20 Karajangasse 14 1200 Wien
13.11.2018  |  10:00  -  11:30   |  
Programm
 
Begrüßung und einführende Worte
Direktor MMag. Árpád Krämer
 
Zur Geschichte der Novemberprogrome in Wien
Univ. Prof. DDr. Oliver Rathkolb
 
Mit dem Gesicht zur Wand.
Erinnerungen an ihre Väter und die Geschichte deren Freundschaft
Dr. Rafael Schnitzer und Bernd Österreicher
 
Lesung aus Briefen ehemaliger Schülerinnen und Schüler
der Karajangasse und deren Erinnerungen an das Jahr 1938
Birgit Minichmayr
 
Fragen und Diskussion
 
Moderation
Dr.in Silvia Ruschak-Schneider
 
Das heutige Bundesrealgymnasium, Bundesgymnasium und
Bundesoberstufenrealgymnasium Karajangasse hat eine lange und bewegte Geschichte. Gegründet im Jahr 1875 ist sie bis heute die einzige AHS im 20. Bezirk. Auch die Jahre des Nationalsozialismus haben sich in der Schulgeschichte niedergeschrieben. 1938 wurde die Schule zum Gestapo Anhaltelager, in dem jüdische Männer tagelang unter schrecklichen Bedingungen festgehalten wurden, bevor über ihr Schicksal entschieden wurde. Ein Schicksal, das für viele mit der
Deportation nach Dachau besiegelt wurde.
 
Seit 1988 gibt es in der Schule eine Gedenkstätte, in der Generationen von Schülerinnen und Schülern durch Projektarbeit an die Geschichte des Hauses und des Nationalsozialismus erinnern. Gleichzeitig ist die Gedenkstätte ein Ort, an dem SchülerInnen politische Bildung vermittelt wird: Demokratieverständnis, Menschenrechte und die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit.
 
Die Veranstaltung Geschichte durch Geschichten. Erinnerungen jüdischer SchülerInnen der Karajangasse an das Jahr 1938 hat zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern politische und soziale Verantwortung an einem historischen Beispiel zu vermitteln. Das Handeln eines/einer Einzelnen, die Stimme jeder und jedes
Einzelnen ist wichtig und vermag die Geschichte zu verändern – 1938 wie 2018.
 
 
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