Wie organisiere ich ZeitzeugInnen-Unterrichtsbesuche?

_erinnern.at_ unterstützt im Auftrag des Bildungsministeriums ZeitzeugInnen-Besuche ab der 8. Schulstufe organisatorisch und finanziell. Anfragen bitte an: maria.ecker@erinnern.at

Die wenigen heute noch aktiven ZeitzeugInnen kommen aus verschiedenen Opfergruppen des NS-Systems (z.B. rassistisch, politisch, religiös oder ethnisch verfolgte Personen). Auf Anfrage senden wir Ihnen eine Liste mit Namen und Kurzbiographien zu.

Die Gespräche mit Verfolgten der NS-Zeit vertiefen die vermittelten Unterrichtsinhalte in Fächern wie Geschichte, Politische Bildung, Religion und Ethik. Neben kognitivem Lernen sind bei der Begegnung mit ZeitzeugInnen aber vor allem die affektiven und sozialen Aspekte von großer Bedeutung. ZeitzeugInnen-Gespräche  stärken das Einfühlungsvermögen der SchülerInnen und allgemein ihre soziale Kompetenz.

Was ist bei der Planung eines ZeitzeugInnen-Besuches zu beachten?


-  Vor- und Nachbereitung: Sehr wichtig ist eine gute inhaltliche Vor- und Nachbereitung, die nicht nur die Vermittlung des historischen Kontextes beinhaltet sondern auch auf die Begegnung mit dem Zeitzeugen / der Zeitzeugin einstimmt bzw. im Rückblick Eindrücke und offene Fragen nochmals aufgreift.

Einen konkreten Vorschlag zur Einstimmung bzw. Nachbereitung der Begegnung finden Sie hier:

Vorbereitungseinheit ZeitzeugInnen-Besuch

Nachbereitungseinheit ZeitzeugInnen-Besuch

 

Setting: das Gespräch sollte wenn möglich vor einer Klasse stattfinden (nicht in größerem Rahmen, wie Vortragssaal, wo mehrere Klassen zusammengefasst werden). Die Atmosphäre ist so viel persönlicher und den SchülerInnen fällt es leichter, Fragen zu stellen, und mit dem Zeitzeugen/der Zeitzeugin in ein Gespräch zu kommen. Weitere Überlegungen zum Setting finden Sie hier:

Überlegungen zum Ablauf von ZeitzeugInnen-Gesprächen

 

Zeitrahmen: Bitte planen Sie für das ZeitzeugInnen-Gespräch nach Möglichkeit mindestens 2-3 Unterrichtseinheiten ein.

 

- Kosten: Die einzelnen Vortragenden erhalten vom BMBWF jeweils ein Stundenkontingent pro Schuljahr, womit die Verrechnung der Kosten für die Vorträge direkt zwischen den Vortragenden und dem BMBWF erfolgt. Bei über dieses Stundenkontingent hinausgehenden Vorträgen sind die Honorar- oder Reisekosten der ZeitzeugInnen von den Schulen selbst zu tragen.

 

- Begleitungen: Die meisten der ZeitzeugInnen werden von einer jungen / einem jungen Lehramtsstudierenden begleitet, der / die von uns für diese Tätigkeit ausgebildet wurde (gilt für den Großraum Wien).

 

Wenn Sie einen Zeitzeugen / eine Zeitzeugin an Ihre Schule einladen möchten, kontaktieren Sie bitte Maria Ecker-Angerer: maria.ecker@erinnern.at

 

Handreichungen für das ZeitzeugInnen-Gespräch

Diese Handreichungen unterstützen die Vor- und Nachbereitung eines ZeitzeugInnen 

Überlegungen zum Ablauf von ZeitzeugInnen-Gesprächen

Vorbereitungseinheit ZeitzeugInnen-Besuch

Nachbereitungseinheit ZeitzeugInnen-Besuch

 

Der überarbeitete Erlass vom BMBWF vom 9. Jänner 2014:

- download

Weiterführende Informationen:

Fortbildung zur pädagogischen Arbeit mit ZeitzeugInnen: Das ZeitzeugInnen-Seminar

Wanderausstellung mit Geschichten von ZeitzeugInnen für Schulen: Ausstellung "darüber sprechen"

ZeitzeugInnen-Video-Interviews: Neue Heimat Israel, Alte Heimat / Schnitt / Neue Heimat, "Das Vermächtnis", "Zwangsarbeit in Vorarlberg"

ZeitzeugInnen-Gespräch an einer Berufsschule in Wien
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Schulbesuche von ZeitzeugInnen sind eine unvergessliche Erfahrung
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