Die Stadt Salzburg im Nationalsozialismus

Die Stadt Salzburg setzt sich in einem groß angelegten Projekt mit ihrer Geschichte in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft auseinander.

Unter Projektleitung des Hauses der Stadtgeschichte werden in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Geschichte der Universität Salzburg Entwicklung, Entfaltung und Nachwirkung des Nationalsozialismus in der Stadt Salzburg untersucht.

Das auf mehrere Jahre angelegte Projekt bezieht sowohl die Vorgeschichte des Aufstiegs des Nationalsozialismus als auch seine lang dauernden Nachwirkungen ein. Es befragt das alltägliche Geschehen und untersucht die Strukturen der Herrschaft und der Macht.

Jeweils im Herbst widmen sich HistorikerInnen und ausgewiesene Fachleute in einer Vortragsreihe ausgewählten Themen der Stadtgeschichte. Im darauf folgenden Jahr erscheint zu diesem Thema eine umfangreiche Publikation. Neben den themenspezifischen Sammelbänden zur Geschichte des Nationalsozialismus in der Stadt Salzburg werden auch grundlegende Quellen, eine Stadtchronik und Kurzbiographien veröffentlicht.

Darüber hinaus wird die Bevölkerung in ein Projekt zur Alltagsgeschichte in der Stadt Salzburg eingebunden. SchülerInnen und Jugendliche sollen durch Ausstellungen und begleitende Veranstaltungen im Haus der Stadtgeschichte für die Thematik sensibilisiert werden.

Themen der ersten Vortragsreihe im Herbst 2009 waren die Vorgeschichte, die Geschehnisse rund um den "Anschluss" und die unmittelbaren Folgen der Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft. Die Jahre 2010 und 2012 sind dem Schwerpunkt Alltag, Kultur und Propaganda und das Jahr 2011 Verfolgung und Terror gewidmet. 2013 werden die NS-Machtstrukturen und 2014 die Kommunalverwaltung der "Gauhauptstadt Salzburg" im Mittelpunkt des Interesses stehen. Das Projekt soll im Jahr 2015, 70 Jahre nach Kriegsende und Befreiung von der NS-Herrschaft, seinen Abschluss finden.

Informationen: www.stadt-salzburg.at/ns-projekt

NS-Band 4 (Umschlag); Quelle: Stadtgemeinde Salzburg
NS-Band 4 (Umschlag); Quelle: Stadtgemeinde Salzburg
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