Formen des Vergessens bzw. Verdrängens

15.01.2018  |  17:00  -  19:00   |  

In Anlehnung an den Holocaust Gedenktag am 27.1 gibt es einen Vortrag mit Diskussion zu: „Im Hause des Henkers vom Strick reden“
Kontinuitäten, Konjunkturen und Veränderungen des Antisemitismus in Österreich seit 1945

Vortragender ist Matthias Falter:

Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung des Antisemitismus in Österreich nach 1945. Neben den Elementen des modernen Antisemitismus hat sich der Judenhass nach Auschwitz dahingehend verändert, als beim sogenannten sekundären Antisemitismus selbst der Holocaust in das antisemitische Weltbild eingebaut wurde. Der Hass auf Juden und Jüdinnen zeigt sich daher auch in der aggressiven Abwehr von Erinnerung und Schuld bzw. Verantwortung. Die extremste Form diese Abwehr ist die Leugnung der Verbrechen selbst. Trotz seiner grundlegenden funktionalen Kontinuität passt sich Antisemitismus permanent an historische Entwicklungen an. Im zweiten Teil des Vortrages werden daher aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus, z.B. verschwörungstheoretisches Denken und antisemitische Codes sowie Deutungen des Nahostkonfliktes, thematisiert.

Der Vortrag findet im Unipark, Raum E.003 statt.

Eintritt frei!

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