Jonny Moser, Wallenbergs Laufbursch

Jugenderinnerungen 1938–1945, Picus Verlag Wien 2006 Buchpräsentation: Lesung und Interview Moderation: Dr. Eleonore Lappin und Prof. Dr. Albert Lichtblau
16.05.2007  |  19:00  -  21:00   |  

Im April 1938 schoben Nationalsozialisten die jüdische Bevölkerung aus dem burgenländischen Parndorf nach Ungarn ab, darunter den 13-jährigen Jonny Moser. Damit begann die siebenjährige Flucht der Familie, die sie in mehrere ungarische Lager führte. Mehrmals entkam sie nur knapp der Auslieferung an die NS-Vernichtungsmaschinerie. Im Sommer 1944 wurde sie überraschend aus einem Lager entlassen. Ungarische Freundinnen stellten Jonny in der schwedischen Gesandtschaft Budapests Raoul Wallenberg vor, der im August 1944 seine Hilfsaktion für ungarische Juden aufgenommen hatte. Wallenberg stattete die Familie Moser nicht nur mit den begehrten schwedischen Schutzpässen aus, bald nahm er Jonny auch als „Laufburschen“ für seine Hilfsaktion auf. Wie Tausende andere Juden und Jüdinnen rettete Wallenberg die Mosers vor dem Terror ungarischer und deutscher Nazis. Der Historiker Jonny Moser bettet die Erinnerungen an das Überleben seiner Familie auf faszinierende Weise in die Geschichte Österreichs und Ungarns zwischen 1938 und 1945 ein. Einen Schwerpunkt bildet dabei seine Mitarbeit bei Wallenbergs Hilfsaktion.

 

Büchertisch: Dombuchhandlung.                                   

Kleiner Imbiss im Anschluss.

 

 

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