Propaganda in Märchenfilmen der NS-Zeit

Vortrag mit Filmbeispielen von Dr. Roland Cerny-Werner
10.01.2018  |  17:00  -  20:00   |  

Zum Thema „Film und Nationalsozialismus“ ist bereits aus vielen Perspektiven geforscht worden. Wenig beachtet wurden dabei allerdings die Märchenfilme, deren ideologische Wirkung im Portfolio nationalsozialistischer Propaganda genau konzeptualisiert wurde. Das Potenzial dieses Filmgenres wurde durch die politischen und ausführenden Akteure missbraucht; die Kernzielgruppe dieser scheinbar unaufdringlichen, aber umso wirkungsmächti-geren Propaganda waren Kinder und Jugendliche. Der Vortrag mit Filmbeispielen will diesen Missbrauch aufzeigen und analysieren. Nach einer Einführung soll der Film „Der kleine Muck“ aus dem Jahr 1944 gezeigt werden. Im Anschluss daran besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Die Veranstaltung ist Teil der Vorlesung „Antisemitismus im 19. und 20. Jahrhundert“, die in diesem Semester am Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte angeboten wird.

Dr. Roland Cerny-Werner ist Historiker und Theologe aus Jena und seit Oktober 2010 an der Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Salzburg als Kirchenhistoriker tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der Erforschung der Rolle der Katholi-schen Kirche im Jahrhundert der großen Diktaturen. Er ist zudem pädagogischer Begleiter an den Gedenkstätten des ehemaligen Konzentrationslagers und Speziallagers Nr. 2 Buchenwald und des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen.

HS E.004 (Unipark) Erzabt-Klotzstr. 1, Salzburg

Eintritt frei!

Veranstalter: Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte

Kombinat Media Gestalteer GmbH