Symposion: 72 Jahre dannach: Was ist geblieben, wohin gehen wir?

Ein Symposion im Rahmen des Gedenkprojektes: "72 /17 - 72 Jahre nach den Todesmärschen in der Oststeiermark. Ein Gedenkprojekt an 72 Tagen"
05.05.2017  |  16:00  -  20:00   |  

Im Oktober 1944 wurde mit den Arbeiten beim „Südostwall“ begonnen.  Ein System von Panzersperren und Befestigungsanlagen, im heutigen Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark, sollte die Rote Armee an der Befreiung Österreichs hindern.

Zehntausende waren damit beschäftigt. Tausende ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen mussten unter unmenschlichen Bedingungen am „Südostwall“ arbeiten, mehr als 30 000 starben beim Bau. Als sich die Rote Armee der österreichischen Grenze näherte, sollten die ungarisch-jüdischen ZwangsarbeiterInnen nach Mauthausen „evakuiert“ werden, um so ihre Befreiung durch die sowjetischen Truppen zu verhindern. Ein großer Teil von ihnen musste den Weg zu Fuß auf sich nehmen: Die sogenannten Todesmärsche.

Einige dieser Todesmärsche gingen durch die Steiermark. Hartberg war meist der Ausgangspunkt dieser qualvollen Märsche. An vielen Orten kam es zu brutalen Übergriffen und Erschießungen, Menschen starben an Hunger und Erschöpfung. Wachmannschaften und Menschen aus der Gegend wurden in vielen Fällen zu TäterInnen. Doch es gab auch eine Anzahl an mutigen HelferInnen, die den Verfolgten beistanden.

Programm:

Eröffnung:
Frau Landtagspräsidentin Dr.in Bettina Vollath

Moderation:
Dr. Gerald Lamprecht / KF-Uni Graz, _erinnern.at:

Musikalische Begleitung:
Michael Leitner (Violine), Manuel Wallner (Gitarre)

Vortrag und Diskussion mit:

  • Prof. Dr. Gáspar Miklós Tamás / Budapest, Wien
  • Engelbert Kremshofer / Hobbyhistoriker
  • BM Christoph Stark / Gleisdorf
  • Mag.a Lisbeth Matzer MA / Absolventin des BG/
  • BRG Gleisdorf, UNI Köln

Ort:

Forum Kloster Gleisdorf, Rathausplatz 5, 8200 Gleisdorf

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