Horst Schreiber, Im Namen der Ordnung. Heimerziehung in Tirol

Am Beispiel Tirols diskutiert dieses Buch die gesellschaftlichen Hintergründe für die unerbittlich harte Erziehung von Kindern aus armen, deklassierten Tiroler Familien. Auftrag und Duldung durch weltliche und geistliche Autoritäten und die Mittäterschaft sowie das Schweigen oder die Hilflosigkeit von FürsorgerInnen, ErzieherInnen und PsychiaterInnen waren dabei zentrale Rahmenbedingungen.

 

„Das Lesen dieser Berichte von Betroffenen lässt den Atem stocken und Entsetzen aufkommen. Es regt sich Abwehr, vielleicht auch Zweifel an der Wahrheit dieser Erzählungen. Manche werden sich fragen, ob es wirklich notwendig sei, diese Erzählungen über Kindern zugefügte Grausamkeiten und Erniedrigungen in dieser Ausführlichkeit zu publizieren. Dazu kann es nur die Antwort geben: Ja, es ist notwendig. Die Stimme der Betroffenen ist unverzichtbar, wenn es um Reflexion und kritische Aufarbeitung dieser Verhaltensweisen geht.“
(Aus dem Vorwort von Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler)

 

Horst Schreiber hat mit vielen ehemaligen Zöglingen aus Tiroler Heimen lebensgeschichtliche Interviews geführt.
Die Stimmen der Betroffenen stehen im Zentrum des Buches. Sie lassen erahnen, welche Leiden sie erduldeten und wieviel Mut, Widerstandskraft und Überlebensenergie sie entwickeln mussten und noch immer brauchen.
Am Beispiel Tirols diskutiert dieses Buch die gesellschaftlichen Hintergründe für die unerbittlich harte Erziehung von Kindern aus armen, deklassierten Tiroler Familien. Auftrag und Duldung durch weltliche und geistliche Autoritäten und die Mittäterschaft sowie das Schweigen oder die Hilflosigkeit von FürsorgerInnen, ErzieherInnen und PsychiaterInnen waren dabei zentrale Rahmenbedingungen. 

Zu bestellen im StudienVerlag

 

Heimerziehung Stimmen: Performance der Theatergruppe des Abendgymnasiums Innsbruk unter der Leitung von Irmgard Bibermann anlässlich des Demokratie-Kongresses in Innsbruck im Mai 2011..

 

Ausschnitte aus der Buchpräsentation am 14.12.2010 in Innsbruck: Die politischen Rahmenbedingungen und Einblick in die Heimerziehung (Clip 2): download dauert 3-5 Minuten

 

Horst Schreiber war Initiator der Opferschutzkommission des Landes Tirol im März 2010, die ihren Endbericht der Tiroler Landesregierung im Juli 2010 vorgelegt hat.

Nach seiner Abberufung aus der Entschädigungskommission des Landes Tirol wurde er in die Entschädigungskommission der Stadt Innsbruck im März 2011 geholt, gemeinsam mit Dr. Doris Preindl und Univ.-Prof. Dr. Heinz Barta.