Gisela Hormayr: Der Anschluss in Kufstein

Buchpräsentation 1938. Der Anschluss in den Bezirken Tirols: Buch-Café im Lippott-Haus, Kufstein
09.04.2018  |  19:30  -  21:00   |  

Montag, 9.4.2018, 19:30 Uhr

Buch-Café im Lippott-Haus, Unterer Stadtplatz 25, Kufstein

 

Univ.Doz. Mag. Dr. Horst Schreiber:

Einführung: Tirol 1938

 

Mag.a Dr.in: Gisela Hormayr:

Der Anschluss in Kufstein

 

Gisela Hormayr schildert den Aufstieg des Nationalsozialismus bis zum Anschluss im März 1938. In der Innen- und Außenwahrnehmung galt Kufstein mit seiner Grenzlage als „kerndeutsche Stadt“. Die Ausgangslage für die Aktivitäten der nationalsozialistischen Bewegung war daher überaus günstig. Nicht nur Anfang der 1930er Jahre, auch nach dem Verbot der NSDAP im Juni 1933 bis zur Machtergreifung war der Bezirk Kufstein Drehscheibe für den Schmuggel von Propagandamaterial, Waffen, Sprengstoff und NS-Flüchtlingen, die mit Spezialaufträgen von Deutschland nach Tirol zurückkehrten. Behörden und Exekutive gelang es zwar immer wieder, Erfolge zu erzielen, doch insgesamt vermochten sie den Grenzschutz nicht so wirksam zu organisieren, wie dies nötig gewesen wäre. Spektakuläre Sprengstoffanschläge nationalsozialistischer Attentäter verursachten wiederholt erhebliche Sachschäden. Die Terroristen demonstrierten mit ihrem rücksichtslosen Vorgehen, wie wenig ihnen Menschenleben wert waren. Dass die Zahl der Toten nicht in die Dutzende ging, ist lediglich auf die Inkompetenz der Verbrecher zurückzuführen. Statt wie geplant einen Zug zum Explodieren zu bringen, sprengte sich der Bombenleger selbst in die Luft. Dennoch verübten Nationalsozialisten 1933/34 mindestens fünf Morde im Raum Kufstein. Zwei Grenzschützer, ein Hilfspolizist, ein Zollwachebeamter und ein NS-Abtrünniger waren die Opfer.

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