„Ich wäre so gern weiter zur Schule gegangen“

Die Lebensgeschichte von Gerda Hechenbichler, die als Tochter eines jüdischen Vaters ist in Schwaz in Tirol aufgewachsen ist.

„Erst mit dem Anschluss habe ich erfahren, dass ich einen jüdischen Vater habe. An den Tag kann ich mich genau erinnern. Ich war 14 Jahre und ging in die letzte Klasse der Hauptschule, eine Klosterschule für Mädchen. Die Direktorin war eine Nonne. Sie kam in unsere Klasse herein, streckte den Arm hoch und rief ‚Heil Hitler’. Alle Mädchen haben die Hand gehoben und mussten auch "Heil Hitler" sagen. Nur ich habe es nicht getan, es ging nicht, mein Arm hat sich einfach nicht gehoben. ‚Heb die Hand, du Saujüdin’, haben die Klassenkameradinnen gerufen. Dann hat die Direktorin das Kreuz abgenommen und das Hitlerbild aufgehängt.“

 

„Ich wäre so gern weiter zur Schule gegangen“. Gerda Hechenbichler, geb. Blum, erinnert sich an ihre Kindheit in Schwaz. - link

Maria und Max Blum, die Eltern, um 1920
Maria und Max Blum, die Eltern, um 1920
Lotte und Gerda Blum
Lotte und Gerda Blum
Familie Blum auf dem Balkon ihrer Wohnung in Schwaz
Familie Blum auf dem Balkon ihrer Wohnung in Schwaz
In der Klosterschule: 2. Reihe, 1. von links
In der Klosterschule: 2. Reihe, 1. von links
Gerda Hechenbichler 1938
Gerda Hechenbichler 1938
Gerda Hechenbichler in ihrer Küche in Wien 1943
Gerda Hechenbichler in ihrer Küche in Wien 1943
Tante Fani in Wien, 1943
Tante Fani in Wien, 1943
Gerda Hechenbichler
Gerda Hechenbichler
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