Meinrad Ziegler/Waltraud Kannonier-Finster: Österreichisches Gedächtnis. Über Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit

Das Buch entwickelt aus zeitgeschichtlicher, soziologischer und psychoanalytischer Perspektive einen kritischen Blick auf den Umgang mit der NS-Vergangenheit in Österreich.

Es stützt sich auf Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Wie haben sie das Erlebte verarbeitet? Was ist in der Erinnerung präsent und was wird aus ihr ausgeschlossen? Wie beeinflussen nationale Muster des Gedenkens das individuelle Erinnern und Vergessen?

Die Studie ist erstmals 1993 erschienen. Die überarbeitete Neuausgabe enthält zwei Originalbeiträge: Ruth Wodak führt in den zeitgeschichtlichen Kontext der Debatten um den damaligen Bundespräsident Dr. Kurt Waldheim ein.

In einem Nachwort diskutieren die AutorInnen aktuelle Fragen einer kritischen Erinnerungsarbeit.

„Differenziert, normativ aber nicht moralisierend werden die vielen Grautöne in der österreichischen Vergangenheitspolitik der letzten Jahrzehnte klar vor Augen geführt. Nicht nur offizielle Stimmen, sondern auch jedermann und jede Frau werden in den sensiblen und doch direkt geführten Interviews hörbar. Damit leistet dieses Buch einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis der komplexen Verflechtungen von Gefühlen, Meinungen, Ideologien und Interessen wie auch Fakten und Tatsachen in der österreichischen Nachkriegsgeschichte.“ Ruth Wodak

Meinrad Ziegler/Waltraud Kannonier-Finster: Österreichisches Gedächtnis. Über das Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit. transblick 12 (hg. von Waltraud Kannonier-Finster, Horst Schreiber, Meinrad Ziegler ); Innsbruck-Wien-Bozen 2016, StudienVerlag, ISBN: 978-3-7065-5566-1

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