NS-Euthanasie in Hall

Gräberfunde: Keine Hinweise auf systematisch geplante Krankenmordes, aber Tötungen, Gewalt und Zulassen eines schnellen Todes vermutet.

Die Untersuchungen der 228 Leichen am Anstaltsfriedhof des Psychiatrischen Krankenhauses Hall aus der NS-Zeit ergaben, dass viele PatientInnen während des Krieges einer hohen Sterblichkeit ausgesetzt waren.

Der Grund ist nicht nur in Versorgungsmängeln zu sehen, sondern auch in der bewussten Benachteiligung nicht arbeitsfähiger Kranker. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde in der Anstalt rohe Gewalt an  zahlreichen PatientInnen ausgeübt.

Vorschau:

Am 14.4.2015 wird erinnern.at i die Ergebnisse der Historikerkommission, die in den nächsten Monaten laufend publiziert werden sollen, LehrerInnen in einer Fortbildung näherbringen.

Oliver Seifert: Der Krieg nach Innen. Die Heil- und Pflegeanstalt Hall i.T. in den Jahren der NS-Herrschaft

 

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Anna Bertha Königsegg engagierte sich gegen die Tötung kranker Menschen
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