ABSAGE: Buchpräsentation Margit Reiter, "Die Ehemaligen. Der Nationalsozialismus und die Anfänge der FPÖ"

Die erste umfassende Studie zu den personellen und ideologischen NS-Kontinuitäten in der 1956 gegründeten FPÖ.
02.04.2020  |  20:15  -  22:00   |  

Theater am Saumarkt, Mühletorplatz1, 6800 Feldkirch (Anfahrtsplan: - link).

Nach Kriegsende blieben zahlreiche überzeugte Nationalsozialisten ihrer Gesinnung treu und bewegten sich in einem gemeinsamen sozialen und politischen Erinnerungsmilieu. Viele dieser "Ehemaligen" organisierten sich bald wieder politisch und vertraten selbstbewusst ihre Agenda. In Österreich formierten sie sich vor allem im Verband der Unabhängigen (VdU) und in der 1956 gegründeten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ).
Margit Reiter zeichnet in ihrem Buch erstmals diesen politischen Formierungsprozess der "Ehemaligen" nach. Die Autorin zeigt die personellen wie auch ideologischen Kontinuitäten zum Nationalsozialismus in der FPÖ anschaulich auf und unterzieht die politische Karriere des Parteigründers und vormaligen NS-Funktionärs Anton Reinthaller einer kritischen Analyse.
Die Studie von Margit Reiter gibt einen tiefen Einblick in das Binnenmilieu der "Ehemaligen" und ihren vielfältigen Verflechtungen mit der freiheitlichen Partei. Die erste umfassende Geschichte zur (frühen) FPÖ und ihrem Verhältnis zum Nationalsozialismus füllt nicht nur eine eklatante Forschungslücke, sondern ist auch von hoher politischer Aktualität.

Margit Reiter ist Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg. Weitere Informationen: - link

Pressestimmen zur Publikation:

"Fundiert zeichnet Reiter den Weg des 'Dritten Lagers' und seiner führenden Köpfe in den ersten Nachkriegsjahrzehnten nach. […] Reiters Buch ist ein beachtlicher Wurf." (Oliver Das Gupta, Süddeutsche Zeitung, 28.10.2019)

"Die bisher kritischste und ausführlichste Dokumentation über die Entstehung der FPÖ und des VdU." (Markus Sulzbacher, Der Standard, 17.09.2019)

Eine Veranstaltung von _erinnern.at_ und dem Theater am Saumarkt.

Die Studie findet sich auf der Shortlist für das Wissenschaftsbuch des Jahres 2020. (Abbildung: Wallstein Verlag)
Die Studie findet sich auf der Shortlist für das Wissenschaftsbuch des Jahres 2020. (Abbildung: Wallstein Verlag)
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