Das Ende der Zeitzeugenschaft?

Eröffnung der neuen Sonderausstellung des Jüdischen Museums Hohenems.
10.11.2019  |  11:00  -  13:00   |  

Salomon Sulzer Saal, Schweizer Straße 21, 6845 Hohenems

Die Ausstellung setzt sich mit der Thematisierung der gesellschaftlichen Position Holocaustüberlebender und deren Erinnerung an die Shoah sowie der institutionellen Bewahrung dieser Erinnerung zu einer Zeit auseinander, in der nur noch wenige Menschen diese Zeitzeugenschaft ablegen können.
Was erwarten die Rezipierenden, wenn sie sich der individuellen Erinnerung an den Holocaust annähern und wie ist diese Erwartung der eigentlichen Funktion von Erinnerung und Erinnerungsprozessen gegenüber zu bewerten? Wie hat sich die Funktion der Zeitzeugenschaft in den letzten Jahrzehnten verändert? Wie schafft man ein Bewusstsein dafür, dass Interviews etwas „Gemachtes“ sind und wie gehen gesellschaftliche Institutionen mit der absehbaren Verschiebung der Deutungshoheit in Bezug auf erzählte Erinnerung um?
Diese Fragen und der dezidierte Blick auf ein zukünftiges gesellschaftliches Bewusstsein für die Komplexität der Zeitzeugenschaft und ihres Vermächtnisses greifen den zeitgenössischen Diskurs über die Erinnerung und Erinnerungsbewahrung an den Holocaust auf und gestalten ihn gleichzeitig weiter mit.

Weitere Informationen zum Rahmenprogramm der Ausstellung folgen in Kürze!

_erinnern.at_ bietet eine Zusammenstellung relevanter Materialien zum Thema ZeitzeugInnen für den Unterricht: - link

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ). (Abbildung: Jüdisches Museum Hohenems)
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ). (Abbildung: Jüdisches Museum Hohenems)
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