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Deportation der Kärntner Slowenen im April 1942

Zeitzeugengespräch mit Dr. Katja Sturm-Schnabl
28.04.2009   -  29.04.2009   |  

Im Zuge des Gedenk- und Aktionstag 5. Mai 2009 besucht die Zeitzeugin Dr. Katja Sturm-Schnabl, heute Universitätsproffessorin in Wien, Jugendliche an der BHAKuBHAS Bregenz (eine 2 Klasse der HAS und zwei 4. Klassen der HAK)

Zu den während des der Nationalsozialistischen Herrschaft aus politischen Gründen verfolgten Österreichern zählten u.a. die Kärntner Slowenen. Sie wurden von der NS-Ideologie als Volksfeinde eingestuft und verfolgt. In Kärnten wurde während der NS-Zeit die Parole „Der Kärnter spricht deutsch!“ ausgegeben.

Hetzpropaganda in Kärnten 1942

Katja Sturm-Schnabl berichtet den SchülerInnen der BHAK und BHAS Bregenz wie auch ihre Familie zwangsweise ausgesiedelt wurde. Die Familie wurde wie an die 1000 andere slowenischsprachige Kärntner „Volksfeinde“ auf Viehtransportern zum Sammellager nach Ebenthal bei Klagenfurt gebracht. Katja Sturm-Schnabl war damals gerade sechs Jahre alt und eines von 500 slowenischen Kindern. Sie verbrachte mit ihren drei Geschwistern die folgenden drei Jahre in zwei verschiedenen Lagern im Deutschen Reich, Rehnitz bei Stetin und Eichstaett in Mittelfranken. Ihre Eltern wurden zur Zwangsarbeit herangezogen. Ihre Schwester Verena, ein Jahr älter als sie, erkrankte an Scharlach und wurde von einem Lagerarzt in den Armen der Mutter einfach „tot gespritzt“. Ein Trauma bis heute. 

Sie spricht aber auch über die Situation im heutigen Kärnten, denn noch immer rufen manche Stimmen in Österreich und Kärnten „Die Kärntner Ortstafeln sind Deutsch“.

 

Organisiert von Joachim Wiesner, BHAKuBHAS Bregenz

E-Mail: joachim.wiesner@erinnern.at

 

 

Katja Sturm-Schnabl, 2007
Katja Sturm-Schnabl, 2007
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