Vortrag von Albert Lingg und Oliver Seifert zur NS-Euthanasie in Vorarlberg und Tirol

Der Vortrag beleuchtet die Orte Valduna Rankweil, Hall im Tirol und Hartheim in Oberösterreich
08.11.2017  |  19:00  -  20:00   |  

Veranstaltungsort: vorarlberg museum, Kornmakrtplatz 1, 6900 Bregenz

Das menschenverachtende Programm der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ stellte eine Vorstufe zum Holocaust dar. Mit dem „Führererlass“ vom Oktober 1939 wurde die sogenannte „Aktion T4“ in die Wege geleitet. Dieser Erlass hatte auch für die Patienten der Gauanstalt Valduna verheerende Folgen. In mehreren Transporten wurden insgesamt 263 Frauen und Männer nach Hartheim und Niedernhart deportiert und dort ermordet. Weitere 228 Patienten wurden 1941 nach Hall transferiert. Auch sie haben vielfach das Ende des Zweiten Weltkriegs nicht erlebt. Albert Lingg, langjähriger Primar und Chefarzt am LKH Rankweil, wird die Vorgänge in der Gauanstalt Valduna und den Leidensweg der Patienten in der NS-Zeit beleuchten. Der Historiker Oliver Seifert, Archivar des Landeskrankenhauses Hall, ergänzt aus Tiroler Perspektive.

 

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit: Gedenkgruppe Bregenz, erinnern.at, Renner-Institut, J.-A.-Malin-Gesellschaft, ÖGB Vorarlberg, Grüne Bildungswerkstatt, Carl-Lampert-Forum, Jüdisches Museum Hohenems, Frauenmuseum Hittisau, Ökumenisches Bildungswerk Bregenz, Bund sozialdemokratischer Akademiker, Pax Christi Vorarlberg sowie der Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie.

 

Die "Landesirrenanstalt" Valduna um 1900
Die "Landesirrenanstalt" Valduna um 1900
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