Lesungen und Diskussion an Schulen: Vilma Steindling: "Eine jüdische Kommunistin im Widerstand"

Die Autorinnen bieten Lesungen an Schulen an.

Den Autorinnen des Buches – Ruth Steindling (die Tochter von Vilma Steindling) und Claudia Erdheim – ist es ein großes Anliegen mit diesem Buch in Schulen zu gehen, da in Zeiten wie diesen nicht oft genug an die Gräuel der Naziherrschaft erinnert werden soll und kann. In dieser Biographie wird sehr anschaulich geschildert, was Krieg den Menschen antun kann. Das Motto: „Wehret den Anfängen“ ist leider längst überholt.

Dauer der Lesung samt Diskussion: Zwei Unterrichtseinheiten (Beginn nicht vor 11:00)

Möglich ab Oktober 2017

Kontakt und weitere Informationen:

ruth.steindling@gmail.com

claudia.erdheim@aon.at

 

Kosten:

Wenn beide Autorinnen kommen (hängt vom Termin ab): 300 €

Eine Autorin: 200 €

Die Ausgaben können von Kulturkontakt Austria übernommen werden: https://www.kulturkontakt.or.at/html/D/wp.asp?p_title=8039

 

Zum Buch:

Mit acht Jahren kommt Vilma Steindling ins jüdische Waisenhaus. Schon mit 16 politisiert sie sich und tritt in den Kommunistischen Jugendverband ein. 1937 folgt die junge Frau ihrem Lebensgefährten Arthur Kreindel mach Paris, denn im austrofaschistischen Ständestaat unter Kurt Schuschnigg sind die KPÖ und der KJV verboten.

Nach der Besetzung Frankreichs durch Hitlerdeutschland engagiert sie sich in der sogenannten „Mädelarbeit“ der Résistance. Als sie 1942 denunziert und verhaftet wird, wird sie ins KZ Auschwitz überstellt. Sie überlebt den Todesmarsch ins KZ Ravensbrück, wo sie vom schwedischen Roten Kreuz befreit wird. Im Herbst 1945 kehrt Vilma nach Wien zurück und erfährt erst jetzt, dass ihr Lebensgefährte Arthur in den letzten Kriegstagen in Dachau ermordet wurde. Gibt es für sie ein Leben danach? Ein Leben nach Auschwitz?

Vilma ist nun völlig auf sich gestellt, obdachlos und ohne Arbeit. Sie sucht Hilfe bei dem einzigen ihr möglich erscheinenden Zufluchtsort, der Kommunistischen Partei, wird jedoch herb enttäuscht. Nach und nach beginnt sie, ihre politische Überzeugung zu hinterfragen.

Dieses Buch zeichnet den Lebensweg einer mutigen Frau nach, die für ihre Ideale ihr Leben aufs Spiel setzte und die trotz schwerwiegender Traumatisierungen wieder zurück ins Leben fand. Über das Leid, das sie erfahren hatte, sprach sie wenig. Welche Folgen das für ihre Kinder und Enkelkinder hatte, auch damit setzen sich die Autorinnen in sehr persönlichen Zugängen auseinander.

 

Die Autorinnen:

Ruth Steindling, 1950 in Wien geboren, absolvierte in Wien das Lehramt für Romanistik. Sie unterrichtete an Gymnasien in Wien und Nizza, war als Deutschlektorin an den Universitäten Brest, Cremona (Università di Pavia) und Mailand sowie als freie Übersetzerin im In-und Ausland tätig. Ruth Steindling ist Mutter von zwei Söhnen und lebt in Wien.

Claudia Erdheim, geboren 1945 in Wien, studierte Philosophie und Logik in Wien, München und Kiel und unterrichtete viele Jahre als Lehrbeauftragte an der Universität Wien. Seit 1984 freie Schriftstellerin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane und Kurzgeschichten sowie Fotobände über Russland, Lemberg (Ukraine) und das Leben im galizischen Stetl. Sie erhielt mehrere Preise und Stipendien für ihr schriftstellerisches Werk.

Vilma Steindling
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Vilma Steindling
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