„Wien. Die Perle des Reiches" Planen für Hitler.

Ein Projekt für Schulklassen des Architekturzentrums Wien: Anmeldung und weitere Informationen: DI Anne Wübben MSc; wuebben@azw.at

Die Frühjahrs- und Sommerausstellung 2015 im Architekturzentrum Wien widmet sich der Darstellung des Wiener Baugeschehens während des Nationalsozialismus. Die in dieser Form erstmals präsentierte Bau- und Planungstätigkeit im Dritten Reich am Beispiel Wien ermöglicht es, die Bauwerke im Zusammenhang mit den NS-Zielen zu analysieren und zu erläutern. Die größtenteils unbekannten Bauaufgaben erstrecken sich von den Repräsentationsbauten des NS-Regimes an der Ringstraße, über Wohn- und Industriebauten bis hin zu Verkehrs- und Infrastrukturplanungen, die zu einer weitreichenden Neugestaltung der Stadt Wien im Sinne der NS-Ideologie führen sollten.

Architektur wird für eine aggressive Expansionspolitik des NS-Regimes instrumentalisiert, Städtebau und Raumplanung werden zum Machtinstrument für eine nationalsozialistische Bevölkerungspolitik. Die Hinwendung zur Stadtlandschaft ist eine Vorwegnahme der aufgelockerten und autogerechten Stadt nach 1945 und verweist auf die Kontinuitäten innerhalb der Planungen nach Kriegsende.

Anlässlich dieser Ausstellung möchten wir gerne ein Vermittlungsprojekt mit SchülerInnen durchführen, welches ausgehend von der Ausstellung sich allgemein der Zeit des Nationalsozialismus widmet. Es wäre also ein Thema, welches entweder fächerübergreifend behandelt werden könnte oder hauptsächlich den Geschichtsunterricht betrifft, wo es ja auch auf dem Lehrplan steht.

Das genaue Thema, bzw. die Fragestellung des Projekts ist noch flexibel und adaptierbar. Ausgehend von der Ausstellung würde sich die Frage anbieten, wie weit die zur NS Zeit geplanten Projekte heute verwirklicht wurden und damit das Stadtbild prägen? Die Trassenführung des neuen Hauptbahnhofs kann man z.B. schon frühen Plänen entnehmen. Oder ob es bestimmte Merkmale in der Architektur gab.

Um dies nicht zu abstrakt werden zu lassen würden mir z.B. Videointerviews von Zeitzeugen vorschweben, um die Schüler für die Umstände der NS Zeit zu sensibilisieren oder Führungen im Stadtraum.

Ein Thema, welches entweder fächerübergreifend behandelt werden könnte oder hauptsächlich den Geschichtsunterricht betrifft.

Ich würde dafür 4-5 Doppelstunden veranschlagen:

1 Ausstellungsbesuch mit Workshop

3-4 Doppelstunden zur  Erarbeitung der Fragen und Durchführung der Videos, sowie der Erstellung eines Storyboards für den groben Schnitt der Videos und die Präsentation.

Dies ist nach Bedarf zu erweitern durch Führungen im Stadtraum: "Symbole der Macht" ergänzt die Ausstellung, "Schöne Aussichten!" führt aufs Dach dreier Bauten und bietet außergewöhnliche Blicke auf die Ringstraße.

 

Anmeldung und weitere Informationen:
DI Anne Wübben MSc
T ++43 1 522 31 15 DW 29
wuebben@azw.at
ARCHITEKTURZENTRUM WIEN
Museumsplatz 1/Stiege 13
1070 Wien

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