Zeitzeugin T. Scarlett Epstein verstorben

Am 27. April 2014 ist T. Scarlett Epstein im 92. Lebensjahr in England verstorben. Noch im Oktober 2013 war sie auf Einladung der Theodor Kramer Gesellschaft und durch die Vermittlung von erinnern.at in Wiener Schulen als uns alle unglaublich beeindruckende Zeitzeugin zu sehen.


T. Scarlett Epstein wurde als Trude Grünwald 1922 in Wien-Brigittenau geboren. Sie war das jüngste von drei Kindern. Ihr Vater war Handelsreisender, ihre Mutter versorgte die Familie, die im Karl-Marx-Hof lebte. Trude Grünwald besuchte 1938 das Gymnasium Glasergasse im 9. Bezirk.
Nach dem sogenannten „Anschluss“ begann ihre unglaubliche Fluchtgeschichte. Im Juli 1938 gelangte  sie mit ihrer Mutter nach Zagreb, im September 1938 nach Durrës in Albanien, im April 1939 nach London. Nachdem sie in England die verschiedensten Berufe ausgeübt hatte, studierte sie Wirtschafts- und Politikwissenschaft in Oxford und Entwicklungsökonomie und Anthropologie in Manchester.
T. Scarlett Epstein war eine der weltweit anerkanntesten SozialanthropologInnen und lehrte an verschiedenen Universitäten in England, Australien, den USA, Israel, Papua Neuguinea und Indien. Sie lebte zuletzt in Hove/England.
2011 erschien im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft in der Reihe anders erinnern T. Scarlett Epsteins Autobiographie „Es gibt einen Weg. Eine Jüdin aus Wien“.

Link zum Porträt T. Scarlett Epsteins in der Ö1-Reihe „Menschenbilder“:

Link zu einem Artikel über T. Scarlett Epstein in der „Furche“:

Link zur Videoaufzeichnung einer Veranstaltung im Republikanischen Club mit T. Scarlett Epstein:

Link zur Buchreihe „anders erinnern“ des Theodor Kramer Verlages:



 

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