Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Bildung gegen Vorurteile: Das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung
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Seit 1989 bemühen sich Vorstand und Institutsleitung um die Verständigung zwischen Juden und Nicht-Juden. Sie bringen alle Aspekte des Judentums Nicht-Juden näher, um durch Bildung Vorurteile abzubauen und Toleranz zu wecken.
Das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung
entstand vor 15 Jahren auf Initiative von Prof. Kurt Rosenkranz, der
sich bereits viele Jahre mit den Ursachen des Antisemitismus
beschäftigte.
Schließlich kam er auf die Idee, eine jüdische Volkshochschule zu
gründen, um Nichtjuden die Möglichkeit zu geben, über jüdische
Religion, jüdische Lebensformen und jüdische Kultur zu erfahren.
Rosenkranz war überzeugt, daß man durch Wissen Vorurteile abbauen kann
- "denn nur was man nicht kennt, haßt man".
Die Umsetzung war mühsam, nervenaufreibend und zeitraubend.
Schließlich kam es 1989 zur Gründung des Vereins Jüdisches Institut für
Erwachsenenbildung. In den Statuten wurde der Vereinszweck wie folgt
bestimmt "die Förderung von Tätigkeiten, die die Aneignung von
Kenntnissen und Fertigkeiten sowie der Fähigkeiten und Bereitschaft zu
verantwortungsbewußtem Urteilen und Handeln und die Entfaltung der
persönlichen Anlagen im Sinne der ständigen Weiterbildung zum Ziel
haben."
Das Jüdische Institut ist autonom und wird unabhängig von der
Israelitischen Kultusgemeinde geführt. Oberrabbiner Prof. Paul Chaim
Eisenberg übt die Funktion des Präsidenten aus, Prof. Kurt Rosenkranz
ist geschäftsführender Präsident.
Das Jüdische Institut schloß einen Kooperationsvertrag mit dem
Verband Wiener Volksbildung und wurde als Volkshochschule "besonderen
Typs" in den Kreis der Wiener Volkshochschulen aufgenommen.
Der erste Kurstag war der 10. Oktober 1989. Die Resonanz in den
Medien war vom ersten Tag an überaus positiv. Ursprünglich lag der
Schwerpunkt auf Religion, Geschichte, jüdische Kultur und Sprachen.
Später kamen die Bereiche Literatur, Musik, Tanz, Philosophie,
Psychologie & Psychotherapie, Zeitgeschichte und Politik hinzu.
Besonders beliebt sind die kostenlosen Synagogenführungen, die in
den Programmheften sämtlicher Wiener Volkshochschulen angekündigt
werden. Durchschnittlich nehmen zwischen 100 und 150 Personen teil.
Prof. Rosenkranz steht nach einem allgemein gehaltenen Teil zur
Geschichte der Juden Wiens und der Baugeschichte des Wiener
Stadttempels für Fragen zur Verfügung.
Für ihre engagierte Arbeit wurden das Jüdische Institut für
Erwachsenenbildung und Prof. Kurt Rosenkranz mehrfach ausgezeichnet,
u.a. mit dem Dr. Karl Renner-Preis und dem Goldenen Verdienstzeichen
des Landes Wien.
Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
2, Praterstern 1
Tel.: 01/216 19 62
Fax: 01/214 89 18


