Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung

2, Praterstern 1 Tel.: 01/216 19 62 www.jud-institut-wien.at

Bildung gegen Vorurteile: Das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung


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Seit 1989 bemühen sich Vorstand und Institutsleitung um die Verständigung zwischen Juden und Nicht-Juden. Sie bringen alle Aspekte des Judentums Nicht-Juden näher, um durch Bildung Vorurteile abzubauen und Toleranz zu wecken.

Das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung entstand vor 15 Jahren auf Initiative von Prof. Kurt Rosenkranz, der sich bereits viele Jahre mit den Ursachen des Antisemitismus beschäftigte.

Schließlich kam er auf die Idee, eine jüdische Volkshochschule zu gründen, um Nichtjuden die Möglichkeit zu geben, über jüdische Religion, jüdische Lebensformen und jüdische Kultur zu erfahren. Rosenkranz war überzeugt, daß man durch Wissen Vorurteile abbauen kann - "denn nur was man nicht kennt, haßt man".

Die Umsetzung war mühsam, nervenaufreibend und zeitraubend. Schließlich kam es 1989 zur Gründung des Vereins Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung. In den Statuten wurde der Vereinszweck wie folgt bestimmt "die Förderung von Tätigkeiten, die die Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten sowie der Fähigkeiten und Bereitschaft zu verantwortungsbewußtem Urteilen und Handeln und die Entfaltung der persönlichen Anlagen im Sinne der ständigen Weiterbildung zum Ziel haben."

Das Jüdische Institut ist autonom und wird unabhängig von der Israelitischen Kultusgemeinde geführt. Oberrabbiner Prof. Paul Chaim Eisenberg übt die Funktion des Präsidenten aus, Prof. Kurt Rosenkranz ist geschäftsführender Präsident.

Das Jüdische Institut schloß einen Kooperationsvertrag mit dem Verband Wiener Volksbildung und wurde als Volkshochschule "besonderen Typs" in den Kreis der Wiener Volkshochschulen aufgenommen.

Der erste Kurstag war der 10. Oktober 1989. Die Resonanz in den Medien war vom ersten Tag an überaus positiv. Ursprünglich lag der Schwerpunkt auf Religion, Geschichte, jüdische Kultur und Sprachen. Später kamen die Bereiche Literatur, Musik, Tanz, Philosophie, Psychologie & Psychotherapie, Zeitgeschichte und Politik hinzu.

Besonders beliebt sind die kostenlosen Synagogenführungen, die in den Programmheften sämtlicher Wiener Volkshochschulen angekündigt werden. Durchschnittlich nehmen zwischen 100 und 150 Personen teil. Prof. Rosenkranz steht nach einem allgemein gehaltenen Teil zur Geschichte der Juden Wiens und der Baugeschichte des Wiener Stadttempels für Fragen zur Verfügung.

Für ihre engagierte Arbeit wurden das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung und Prof. Kurt Rosenkranz mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Dr. Karl Renner-Preis und dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien.


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Fax: 01/214 89 18


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