MARCH OF REMEMBRANCE AND HOPE - AUSTRIA

Gemeinnütziger Verein, der das Programm "MoRaH" für österreichische Schüler und Schülerinnen anbietet. Ein mehrmonatiges Programm, das Teil einer Erziehung zu mehr Menschlichkeit, Toleranz und Zivilcourage ist und mit dem sie aus Zeitgeschichte lernen, so wie der Opfer des Holocaust gedenken.

AKTUELLE PROJEKTDATEN:

Nächster Projektstart: Jänner 2012
Informationsveranstaltung: Herbst 2011
Anmeldeschluss: Dezember 2011

KONTAKT
Bei Interesse schreiben Sie bitte eine Mail an: office@morah.at
Nähere Infos unter: www.morah.at/ Website: - link

KONZEPT

March 11. Vorbereitungsprogramm | Workshop für BegleitlehrerInnen, Projekte, Veranstaltungen, Begegnungen
2. Shoah Geschichts-, Gedenk- und Begegnungsreise nach Polen & Gedenkveranstaltung in Auschwitz-Birkenau
3. Nachbereitungsprogramm | Nachbereitung im Unterricht, Abschließen der Projekte, Abschlussveranstaltung
Bei der mehrtägigen Shoah Geschichts-, Gedenk- und Begegnungsreise nach Polen kommen die Jugendlichen an unterschiedlichen Orten zum Nachdenken. Sie sind klassenweise unterwegs und werden von Tourguides, psychosozialen BetreuerInnen („Support-Team“), organisatorischen ReisebusleiterInnen und ZeitzeugInnen (Opfer und Gerechte) begleitet.

Ein Programmpunkt ist die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung „March of the Living“, im ehemaligen KZ Auschwitz-Birkenau. Die TeilnehmerInnen von “MoRaH” bilden die österreichische Delegation und gedenken, zusammen mit tausenden Jugendlichen aus der ganzen Welt, der Opfer der Shoah.

Im Vorfeld der Reise findet ein 2-tägiger Workshop (in Zusammenarbeit mit „erinnern.at“) statt, der die LehrerInnen emotional und thematisch vorbereitet. Hier wird er- und bearbeitet, welche Erwartungen, Befürchtungen, und welche pädagogischen Ziele bestehen und wie damit umgegangen werden kann. Sie beschäftigen sich auch mit der Frage, wie man der Jugend Zeitgeschichte vermitteln kann, so dass diese erkennen, dass die Geschichte uns als Nachkommen mitprägt und Einfluss darauf hat, wie wir in Gegenwart und Zukunft weitermachen. Der Workshop bietet außerdem Anstoß und Ideen für weiterführende Projekte, die zur Vor- und Nachbereitung der Reise ausgearbeitet werden. Er ist dafür gedacht, dass die LehrerInnen weiterführend im Unterricht mit den SchülerInnen an der Vor- und Nachbereitung arbeiten.

Bei der Abschlussveranstaltung präsentieren die TeilnehmerInnen ihre Projekte und berichten über Erfahrungen und Erkenntnisse, die sie im Rahmen des Projekts “MoRaH” gemacht haben.

IDEE

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Geschichte ist kein abstraktes Konstrukt, das sich mit einer Vergangenheit beschäftigt, mit der wir und unsere Gegenwart nichts mehr zu tun haben. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hat Einfluss darauf, wie wir in unserer Gegenwart und Zukunft weitermachen. Daher basiert die Arbeit von „MoRaH“ auf vier wesentlichen Elementen:

1.     Während der Vor- und Nachbereitunsarbeit lernen die Jugendlichen, dass es bei der Vergangenheitsaufarbeitung nicht um Schuld geht, sondern um unsere Verantwortung für das Heute. Dass die Grundmechanismen, die einst zur Shoah führten, dieselben sind, die heute noch wirksam sind, wenn es um Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus geht. Damit sind die Lehren, die wir aus unserer Vergangenheit ziehen, Teil einer Erziehung zu mehr Menschlichkeit, Toleranz und Zivilcourage. Sie helfen auch dabei, über den Tellerrand hinauszusehen und Mitverantwortung übernehmen zu können und zu wollen – auch für soziale Dinge, die uns nicht unmittelbar betreffen.
 

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2. Die Jugendlichen besuchen die Stätten früheren jüdischen Lebens und das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo sie sehr viel zum Nachdenken kommen. Dabei treffen sie auf Gleichaltrige unterschiedlichster Herkunft und Nationalität, was ihnen wiederum Hoffnung und Mut für die Zukunft gibt.

3.    Die Jugendlichen werden auf ihrer Reise von Zeitzeugen begleitet. Eine immer seltener werdende Gelegenheit, durch die die Geschehnisse veranschaulicht und personalisiert werden.

4.    Die Jugendlichen werden auch zu Trägern der Erinnerung, die das Gedenken an die vielen, die nicht überlebt hatten, wach halten im Dienste eines „Niemals vergessen!“, und eines „Never Again!“.
 

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