Über den Holocaust sprechen
Dienstag, 14.02.2012, 16:00 – 18:00
Vermittlungsangebote des Dokumentationsarchives des österreichischen Widerstandes (DÖW)
Die Ausstellungen in den Gedenkstätten Salztorgasse („Für die Opfer der Gestapo“) und Steinhof („Der Krieg gegen die 'Minderwertigen'. Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien“) sowie die Dauerausstellung im Alten Rathaus, aber auch das Thema "Rechtsextremismus als pädagogische Herausforderung" sind nur einige Angebote,
die das DÖW für Schulklassen anbietet.
Andreas Peham (DÖW) stellt die pädagogischen Angebote und Vermittlungspro-gramme des DÖW vor.
Vorschau auf März 2012:
Donnerstag, 22.03.2012, 16:00 – 18:00
„Wir werden uns viel zu erzählen haben, wenn wir uns einmal wiedersehen.“
Ein Projekt des GRG 1, umgesetzt im bilingualen Wahlpflichtfach Centropa.
Im Frühsommer 1938 verabschiedet sich eine Gruppe 16-jähriger Schüler jüdischer Herkunft der Klasse 6B des Franz-Joseph-Gymnasiums, des heutigen GRG1, Stu-benbastei, „für immer“ auf der Schwedenbrücke in Wien. Ihre Zukunft ist unge¬wiss, sicher ist, dass sie versuchen müssen zu emigrieren. Da sie den Kontakt unter-einander nicht verlieren möchten, hecken sie ein Rundbriefsystem aus.
Erhalten sind davon 675 Einzelbriefe aus den Jahren 1938 bis 1942, verpackt in 106 Rundbriefe.
Ein Jahr lang arbeiteten die SchülerInnen des GRG 1 mit diesen Briefen. Aus dieser Beschäftigung heraus ergab sich der Wunsch, den ehe¬maligen Schülern der Stubenbastei symbolisch wieder einen Platz an der Schule zu geben.
Im Schulhaus wurde für jeden Rundbriefteilnehmer eine Erinnerungstafel ange-bracht sowie die Wege der Flucht der ehemaligen Schüler auf großen Informationstafeln sichtbar gemacht. Des Weiteren wurde ein Hörbuch produziert.
Regina Erdinger und Sieglind Gabriel (AHS-Lehrerinnen am GRG 1) werden den Verlauf, die Schwierigkeiten im Arbeitsprozess, den notwendigen Aufwand und natürlich auch die Erfolge des Projektes darstellen.

