Verein „Steine der Erinnerung“
Über uns
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, der jüdischen Opfer des Holocausts zu gedenken und die Erinnerung an das jüdische Leben und die jüdische Kultur vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten wach zu halten. Dieses Gedenken wollen wir an den Orten, an denen jüdische WienerInnen gelebt haben, durch das Setzen von „Steinen der Erinnerung“ verankern.
Verein „Steine der Erinnerung“
Elisabeth Ben David- Hindler, Karl Jindrich, Zahava Hindler, Vally Steiner, Ernst Fitzka
Aufgaben und Ziele
Die Ziele, wie hier beschrieben, hätten wir anfangs nicht in dieser Weise formulieren können. Sie haben sich im Laufe unserer Arbeit herauskristallisiert:
Wir geben den Ermordeten wieder einen Platz in ihrem Heimatbezirk. So sind sie und ihr Schicksal nicht vergessen
Den Angehörigen geben wir die Möglichkeit, ihrer ermordeten Großeltern, Eltern und Geschwister zu gedenken. Herr Feldschuh, für dessen Eltern und Großmutter wir „Steine der Erinnerung“ gesetzt haben, hat, schwerkrank, seine Ruhe finden können, nachdem er Fotos davon gesehen hat. (Das hat seine Nichte berichtet.)
Das Trauma der Angehörigen, für deren Familie wir Steine setzen, ist so tief, dass wir auch mit dem besten Projekt diese Wunden nicht heilen können, aber unser großer Wunsch ist es, zur Linderung der Schmerzen beizutragen.
Was den Überlebenden auch hilft ist das Gefühl, dass sich in Österreich und in Wien etwas verändert hat.
Unsere Projekte werden zum Teil durch Patenschaften, Bausteine und Spenden getragen. Das ist für uns aber nicht nur eine finanzielle Frage, sondern es ist für uns von großer Bedeutung, dass viele Menschen an unseren Projekten mitbauen und sie mittragen.
Diese Form der Wiener Vergangenheitsbewältigung soll eine gemeinsame Sache sein. Je mehr Menschen daran beteiligt, sind, desto stärker ist auch die Verankerung. Und die Wirkung. Wobei wir uns nicht in erster Linie an jüdische Kreise wenden.
Zugleich ist die Beteiligung für die UnterstützerInnen auch eine persönliche Bereicherung: Ich zitiere aus dem Interview mit einem Paten:
„Was ich an diesem Projekt so besonders finde: Ich lerne die Geschichte besser kennen und gleichzeitig kann ich etwas Positives dazu beitragen. Ich kann aktiv sein, das ist für mich eine Erleichterung, also tue ich auch mir etwas Gutes damit. Ich habe das sehr faszinierend gefunden, dass man eine Patenschaft übernehmen kann. Man kann jetzt für einen Menschen, der Opfer dieses Systems wurde und keine Angehörigen mehr hat, im Nachhinein das Gedenken übernehmen.“
Wir leisten Bewusstseinsarbeit für die Menschen, die vorübergehen und regen sie zum Nachdenken an, regen auch Auseinandersetzung mit der Vergangenheit an.
Wir leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Wiener Vergangenheitsbewältigung, indem wir mit den „Steinen der Erinnerung“ den öffentlichen Raum verändern.
Mittlerweile beraten wir auch andere Initiativen, die sich in Wien und Umgebung gebildet haben.
Verein Steine der Erinnerung
Kafkastr. 10/36
1020 Wien
Informationen bei: Elisabeth Ben David – Hindler (Generalsekretärin)
info@steinedererinnerung.net

