Das Novemberpogrom 1938 und der Notarrest Kenyongasse

Spurensuche im Rahmen eines Schulprojekts Eine Maturaklasse der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik, Wien 7, Mater Salvatoris/Kenyongasse führte 2010/11 gemeinsam mit dem Verein Gedenkdienst ein Projekt durch, das der Geschichte ihrer Schule in der NS-Zeit, vor allem im Jahr 1938, nachging.

Das Ziel des Projekts Eine Maturaklasse auf den Spuren der Vergangenheit – Das Schulgebäude Kenyongasse 1938, dessen Ergebnisse in der vorliegenden Sondernummer von GEDENKDIENST zusammengefasst sind, war es, eine Schulklasse dabei zu unterstützen, die Nutzung des Gebäudes während des Novemberpogroms und in den Jahren bis 1945 zu untersuchen, sowie die Geschichte der Schule bis in die Gegenwart zu dokumentieren. Die Bemerkung, in der Kenyongasse hätte sich während des Novemberpogroms ein Notarrest befunden, findet sich in zahlreichen Publikationen. Eine eingehende Untersuchung dieses Themas wurde jedoch bisher nicht vorgenommen. Wahrscheinlich ist es gerade die Radikalität der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik der darauffolgenden Jahre, die die Erforschung der Ereignisse während der Novembertage 1938 in den Hintergrund gedrängt hat. Der Großteil der Historikerinnen und Historiker wandte sich eher dem Schicksal der österreichischen Jüdinnen und Juden nach Beginn der Deportationen zu; die kurze Geschichte der Notarreste blieb dabei meist unbeachtet.

 

Nachlesbar sind ihre Ergebnisse in der Zeitschrift „Gedenkdienst Nr. 1a/11“ des Vereins GEDENKDIENST – Verein für historisch-politische Bildungsarbeit und internationaler Dialog.
Onlineversion unter: http://www.gedenkdienst.at/index.php?id=693

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