Buchpräsentation: "Die Verleumdung" von Otto Hans Ressler

Gedenkstätte Karajangasse, Karajangasse 14 1200 Wien
02.05.2019  |  18:00  -  20:00   |  
Das neueste Buch von Otto Ressler handelt von einem
Prozess zwischen einem jüdischen Unternehmer und
einem deutschnationalen Abgeordneten Ende des 19.
Jahrhunderts. Der Abgeordnete hatte den Fabrikanten
verleumdet, dieser würde der k.u.k. Armee
unbrauchbar gemachte Gewehrverschlüsse liefern. Ziel
dieser hochverräterischen Sabotage sei es, die k.u.k.
Armee so zu schwächen, dass von Österreich-Ungarn
aus, die jüdische Weltherrschaft errichtet werden
könne.
 
Die jüngste Novelle Otto Resslers erzählt von einem
fiktionalen Geschehen Ende des 19. Jahrhunderts.
Gewaltvolle Sprache, Hass und Verhetzung sind jedoch
auch dem Österreich und Europa des 21. Jahrhunderts
nicht fremd. Ebenso sind Theorien über die jüdische
Weltverschwörung in bestimmten Kreisen noch immer
präsent. Diese beunruhigenden Umstände geben der
Novelle Die Verleumdung eine ungewollte, bedrückende
Aktualität.
(c) edition splitter
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