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Diskussion: Wozu erinnern? Holocaustgedenken versus Gedenk-Events und Erinnerungs-Hype

Organisator: Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW Ort: Jüdisches Museum - Palais Eskeles (Dorotheergasse 11 A-1010 Wien Tel.: +43 (1) 535 04 31-210)
17.03.2010  |  19:30  -  21:00   |  

Organisator: Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW
Ort: Palais Eskeles

Am 28. März findet zum zehnten Mal die Gedenkfahrt nach Engerau in Erinnerung an die dort von österreichischen Tätern ermordeten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter statt. Dieser Jahrestag ist Anlass, die Frage nach der Sinnhaftigkeit von derartigen Veranstaltungen stellen. Wozu gedenken wir? Warum erinnern wir uns wie an wen? Nach dem Unglück in Kaprun wurde in kürzester Zeit ein Denkmal errichtet, nach dem Tod des Pop-Idols Michael Jackson hätte die Stadt Wien Hunderttausende Euro bereit gestellt, um ein so genanntes Tribute zu veranstalten. Auf der anderen Seite sind zahlreiche Gedenkinitiativen unterfinanziert oder müssen überhaupt auf privaten Enthusiasmus bauen, dauerte es Jahrzehnte, bis in Wien ein Holocaustdenkmal errichtet werden konnte, und das Hrdlicka-Denkmal zog monatelange Auseinandersetzungen nach sich. Oder ist Erinnerung überhaupt zu vergessen und stehen heute nur mehr Trivialisierung und Kommerzialisierung des Gedenkens im Vordergrund?

Diesen Fragestellungen soll das Podiumsgespräch nachgehen und sich kritisch damit auseinandersetzen.

Moderation: Dr. Peter Huemer (Journalist und Historiker)

TeilnehmerInnen:
Mag.a Eva Blimlinger (Historikerin, Universität für angewandte Kunst)
MMag. Christian Gmeiner (Kunstpädagoge und Künstler)
Dr.in Claudia Kuretsidis-Haider (Historikerin, Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)
Prof. Paul Lendvai (Journalist)
Dr.in Heidemarie Uhl (Historikerin, Österreichische Akademie der Wissenschaften)

Eintritt frei

Kombinat Media Gestalteer GmbH