Goodbye Schmidgasse 14

Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion: Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte Universitätscampus Spitalgasse 2-4 (Hof 1)
08.11.2007  |  12:00  -  14:00   |  
Do 8. November 2007, 12:00 s.t.
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte

Eva Blimlinger / Lonnie Johnson / Georg Steinböck
„Goodbye Schmidgasse 14“
Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion

Das Haus Schmidgasse 14 in der Wiener Josefstadt hat eine bewegte Geschichte. Der 30-minütige Dokumentarfilm von Georg Steinböck - eine Auftragsarbeit der Fulbright Kommission - erzählt anhand von Interviews und Archivaufnahmen drei überlappende Geschichten: Die erste ist die (Un)rechtsgeschichte des Hauses. Sie beginnt mit dem Selbstmord der jüdischen Eigentümer des Sanatoriums Fürth und Arisierung der Liegenschaft 1938 und verläuft über viele Stationen bis zur Restitution des Hauses 2007. Die zweite Geschichte ist die der nationalen und regionalen U.S. Kultur- und Informationspolitik in Österreich. Die U.S. Armee beschlagnahmte 1945 das Haus, das dann ins Eigentum der Republik übergegangen ist und ab 1958 an die U.S. Botschaft bis zur Räumung 2007 vermietet wurde. Bis 1999 diente es als Sitz der United States Information Agency. Die dritte Geschichte ist die Geschichte der Fulbright-Programme in Österreich, die ab 1950 in der Schmidgasse verwaltet und 2007 ins MuseumsQuartier übersiedelt wurden.

Nach dem Screening des Filmes Statements von und Diskussion mit Dr. Lonnie Johnson, Generalsekretär der Fulbright Kommission, dem Filmemacher Georg Steinböck und Mag. Eva Blimlinger, ehemalige Forschungskoordinatorin der Historikerkommission der Republik Österreich, über die Entstehung und die Absichten des Filmes und Probleme des Dokumentierens.

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