Götz Aly: Über die Schwierigkeiten, den Holocaust zu dokumentieren.
Götz Aly
Über die Schwierigkeiten, den Holocaust zu dokumentieren.
Am Beispiel der Edition Judenverfolgung (EJV)
Donnerstag, 23. April 2009, 12:00 s.t.
Seminarraum 1 des Instituts für Zeitgeschichte
Universitäts-Campus, Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien
Ziel des Projekts „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“ ist eine umfassende wissenschaftliche Edition von zentralen Quellen zur Geschichte der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden in 16 Bänden. Bei der Auswahl der abzudruckenden Dokumente werden sowohl Akten der „Täterseite“ als auch Zeugnisse der Opfer sowie relevante Dokumente von nicht direkt Beteiligten berücksichtigt. Thematisch sollen alle wichtigen Aspekte der Verfolgung und Ermordung Niederschlag finden, wobei der Schwerpunkt auf den Jahren der „Endlösung“ 1941 bis 1945 liegen wird. Der Vortrag stellt die Schwierigkeiten dieses auf acht Jahre bemessenen und von drei Institutionen getragenen Projekts zur Diskussion.
Götz Aly war mehrfach Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte. Zuletzt hatte er eine Gastprofessur an der Universität Frankfurt und absolvierte ein Fellowship in Jerusalem. Wichtige Publikationen der letzten Jahre: Unser Kampf (2008), Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus (2005), Das letzte Kapitel. Der Mord an den ungarischen Juden (m. Christian Gerlach 2004), Im Tunnel. Das kurze Leben der Marion Samuel 1931-1943 (2004), Rasse und Klasse (2003)

